Eine Seniorin brach zusammen. Ansonsten wurde in Hehn und Wickrath fröhlich gefeiert.

Eine Seniorin brach zusammen. Ansonsten wurde in Hehn und Wickrath fröhlich gefeiert.
Die Parade der St.-Michaels-Bruderschaft in Hehn war wieder einmal sehenswert.

Die Parade der St.-Michaels-Bruderschaft in Hehn war wieder einmal sehenswert.

Ilgner

Die Parade der St.-Michaels-Bruderschaft in Hehn war wieder einmal sehenswert.

Am Straßenrand warten die vielen Besucher auf den Beginn der Parade an der Kirche. Am Morgen fand bereits die Eucharistiefeier für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der St. Michaels-Bruderschaft an den Grotten, gleich hinter der Hehner Pfarrkirche, statt. Im Zuge dessen erhielten auch in diesem Jahr wieder einige verdiente Bruderschaftler eine besondere Ehrung: Das Silberne Verdienstkreuz ging an Ulf Kreuels, Gregor Dohmen, Lutz Mäurer und Martin Togrund. Mit dem Hohen Bruderschaftsorden wurden Heiner Kempers und Stefan Klaus ausgezeichnet. Kassierer Peter Peters erhielt das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz.

Die St.-Michaels-Bruderschaft schaut mittlerweile auf eine lange Tradition zurück: Seit über 150 Jahren agiert die Bruderschaft als Grundlage bei der Gestaltung des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in der Dorfgemeinschaft Hehn. In diesem Jahr steht ein besonders junger König im Mittelpunkt der Prunkfeierlichkeiten: Mit seinen 25 Jahren ist Lukas Jegen seit Jahren einer der jüngsten Könige. Er gehört seit 2009 den Heckenenger Schützen an. An seiner Seite regiert seine Lebensgefährtin Jeanette Radziejewski sowie die beiden Brudermeisterpaare Julia und Tim Lönnendonker und Lisa und Markus Stops. König Jegen genießt seine Amtszeit in vollen Zügen und bereue die Entscheidung, 2018 als König anzutreten, keineswegs: „Ich würde es definitiv noch einmal machen“, sagt Jegen. Sein persönlicher Höhepunkt des Schützenfestes sei das Mairichten am Königshaus am Samstagabend gewesen, verriet er am Sonntagmorgen kurz vor der Beginn der sehenswerten Parade. Am Sonntagabend fand traditionell der Große Zapfenstreich vor der Hehner Pfarrkirche statt.

Kaiser beschert seiner Königin eine Überraschung

Mit einer Schrecksekunde begann der Schützenfest-Sonntag bei der Wickrather Schützengesellschaft. Als im Festzelt auf dem Marktplatz der Gottesdienst stattfand, brach eine Seniorin zusammen. Die Schützen reagierten schnell und alarmierten einen Rettungswagen, der die Dame in ein Krankenhaus brachte. „Ihre Tochter hat uns gerade angerufen. Der Dame geht es schon wieder besser“, sagte der stellvertretende Präsident Dirk Hurtz am Mittag während des Frühschoppens. Probleme mit der schwülen Hitze hatte aber nicht nur die Seniorin. Auch den aktiven Schützen machte das Wetter zu schaffen. „Man schwitzt ganz schön. Im Zelt haben wir alles geöffnet, was geht, um Luft zu bekommen“, erzählte Hurtz.

Am Samstagabend sorgte Bernhard Lagerin für eine Überraschung. Er ist zum dritten Mal König von Wickrath und darf sich daher Kaiser nennen. „Ich habe für meine Frau die Tanzgruppe ,Irish Rheydt‘ kommen lassen. Sie waren vor sechs Jahren hier aufgetreten und meiner Frau gefiel das damals gut“, erzählte die Majestät. Für den Kaiser ist das Wickrather Schützenfest in diesem Jahr eine echte Familienangelegenheit. Sein Sohn Patrick ist Minister und Sohn Tim Jungkönig.

Grund zur Freude hatten auch die Schützen, die Auszeichnungen erhielten. Das Silberne Verdienstkreuz ging an Mathias Kehren und Ludwig König. Den Jugendverdienstorden in Bronze erhielt Heinz-Dieter Bäumer. Marcel Wienen freute sich über die Schützenmusikerauszeichnung in Bronze und Mike Wackerzapp über den Jungkönigsorden der Schützengesellschaft.

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