Der Schmölderpark präsentiert sich in diesem Frühling in neuer Pracht.

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Im Schmölderpark ist mit wenig Geld auf Vordermann gebracht worden.

Im Schmölderpark ist mit wenig Geld auf Vordermann gebracht worden.

Siemes

Im Schmölderpark ist mit wenig Geld auf Vordermann gebracht worden.

Mönchengladbach. Ein Freiraum für die Bürger und eine Erholungsmöglichkeit für die Arbeiter - das sollte der 1873 angelegte Schmölderpark nach dem Willen seines Stifters Carl Schmölder sein. Doch im Laufe der Jahre überalterte der Park, wurde unansehnlich - bis das Grünflächenamt sich seiner annahm und ihn behutsam runderneuerte.

Vorsichtig gingen die städtischen Gärtner zu Werk. Denn sie wissen, dass die Bürger auf Rückschnitte oder gar Baumfällungen mit geharnischten Protesten reagieren. Doch es musste etwas geschehen, denn Büsche und Bäume waren zu hoch geworden, bildeten dunkle Ecken, in denen nichts wuchs, die sogar Angst bei den Besuchern erzeugten. "Wir haben Eiben zurückgeschnitten, die sechs bis sieben Meter hoch waren", berichtet Paul Brickwedde, Leiter des städtischen Grünflächenamtes.

"Wir haben den Park mit relativ geringen Mitteln wieder zu seiner alten Schönheit verholfen", sagt Brickwedde. Er zeigt auf die sanft geschwungenen Wege, die vom Asphalt befreit wurden, die neu geschaffenen offenen Flächen, die wiederhergestellten Sichtachsen, die Perspektiven eröffnen. "In diesem Park muss man Räume öffnen und Transparenz schaffen", ist der Leiter des Grünflächenamtes überzeugt.

Von den Bürgern Rheydts kommt inzwischen viel Zustimmung für die Maßnahmen. Vor vier Jahren hat das Grünflächenamt mit seiner behutsamen Erneuerung begonnen. Jetzt wurde auch der völlig verschlammte Teich saniert und mit Stauden umgeben. "Der Teich sollte aus Kostengründen eigentlich verschwinden, aber die Bürger haben protestiert. Eine Wasserfläche gehört einfach in einen solchen Park", erzählt Brickwedde. Damit der Teich nicht mehr aufwändig mit Leitungswasser aufgefüllt werden muss, wurde eine Rohrleitung gelegt, die aufgefangenes Regenwasser in den Teich einspeist.

Bei den Bäumen des Parks dominiert weiterhin die Buche, von denen einige Exemplare schon standen, als das Areal im 19. Jahrhundert zum Park erklärt wurde. Aber auch viele exotische Bäume wie der Mammutbaum, der Tulpenbaum oder der Gingko haben ihren Platz gefunden.

"Der Schmölderpark ist wieder ein Ort, an dem man seine Seele baumeln lassen kann", sagt Brickwede über den Park, der mit 15 Hektar einer der größten Einzelparks in Mönchengladbach ist.

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