Die Arbeiten sollen im März 2018 beginnen und etwa neun Monate dauern. Die Kosten sind noch nicht berechnet.

Die Arbeiten sollen im März 2018 beginnen und etwa neun Monate dauern. Die Kosten sind noch nicht berechnet.
Auch der Brunnen gehört zur Kaiser-Friedrich-Halle, ist aber von der Sanierung nicht betroffen.

Auch der Brunnen gehört zur Kaiser-Friedrich-Halle, ist aber von der Sanierung nicht betroffen.

So sieht die Kaiser-Friedrich-Halle aus der Luft aus. Im Bild links schließt sich der Bunte Garten an.

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Auch der Brunnen gehört zur Kaiser-Friedrich-Halle, ist aber von der Sanierung nicht betroffen.

Die Mönchengladbacher werden fast ein Jahr lang ohne ihren traditionellen Veranstaltungsort auskommen müssen: Die Kaiser-Friedrich-Halle (KFH) wird ab 15. März 2018 geschlossen. Der Grund sind seit langem anstehende Sanierungsarbeiten. Laut Peter Schlipköter, Geschäftsführer der städtischen Marketinggesellschaft MGMG, die die Halle betreibt, müssen im Küchenbereich über zwei Etagen die Decken saniert werden. „Das ist aufwendig, weil sich darunter die Klimanalage befindet“, sagt Schlipköter. Auch die Lüftungsanlage im Saal muss erneuert werden. Dafür wird das komplette Dach abgedeckt.

60 bis 80 Veranstaltungen müssen an andere Orte verlegt werden

Derzeit laufe noch die Bauplanung, es sei aber davon auszugehen, dass die Halle mindestens neun Monate geschlossen bleiben muss. „Unser Wunsch wäre, dass wir Januar 2019 zur Prinzenproklamation wieder starten können“, sagt Schlipköter. Für die MGMG ist die anstehenden Schließung eine organisatorische Herausforderung. Denn 60 bis 80 Veranstaltungen, die traditionell in der KFH stattfinden, müssen auf andere Veranstaltungsorte verlegt werden – zum Beispiel ins Theater Rheydt, ins Kunstwerk in Wickrath oder in den VIP-Bereich des Borussia-Stadions. „Einen Teil der Veranstaltungen haben wir für den Zeitraum der Schließung erst gar nicht angenommen“, sagt Schlipköter. Er lobt aber die gute Zusammenarbeit mit dem dem Gebäudemanagement der Stadt und den Verantwortlichen im Baubereich. Was die Kosten der Sanierung angeht, gibt es nichts Konkretes. Die Bauverwaltung will in diesem Jahr eine belastbare Kostenschätzung vorlegen. Dem Vernehmen nach soll es sich um einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag handeln.

Kunstwerk-Betreiber Andreas Baum hat von den Stadt-Plänen nichts gehört. Er bietet die ehemalige Fabrikhalle an der Wickrathberger Straße gern als Ausweichspielstätte an. „Vor allem die Sinfonie- und Meisterkonzerte kann ich mir sehr gut bei uns vorstellen.“ Voraussetzung: „Es muss sich für uns selbstverständlich rechnen.“ Auch bei der Gastronomie in der KFH wird es einen Wechsel geben. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wird Uwe Gaul nach 15 Jahren die Gastronomie aufgeben.

„Einen Teil der Veranstaltungen haben wir für den Zeitraum der Schließung erst gar nicht angenommen.“

Peter Schlipköter, Geschäftsführer der städtischen MGMG

Laut MGMG-Geschäftsführer Schlipköter gibt es Gespräche mit mehreren Interessenten, die jeweils für unterschiedliche Gastronomie-Konzepte stehen. Konkrete Namen will er aber noch nicht nennen.

Die KFH, auf der Anhöhe am Ende der Bismarckstraße (damals noch Bahnhofstraße) zwischen 1901 und 1903 von den Wiesbader Architekten Friedrich Wilhelm Wertz und Paul Huber erbaut, gehört zu den Wahrzeichen der Stadt. Private Spender hatten den Bau ermöglicht, sie brachten 300.000 Mark zusammen. Das war die Hälfte der kompletten Bausumme. Die Identifikation der Mönchengladbacher mit dem Jugendstilgebäude war entsprechend von Anfang an sehr groß. Umso erschütterter waren sie, als die Halle 1964 niederbrannte. Von 1967 bis 1969 wurde das Gebäude wieder aufgebaut. Und noch einmal – 1977 – wurden große Teile der Halle durch ein Feuer zerstört.

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