Am Samstag wird die für fast acht Millionen Euro umgestaltete Attraktion eröffnet.

wza_1500x1007_513411.jpeg
Letzte Handgriffe am Wasser: Bis Samstag muss das Volksbad für einen Besucheransturm vorbereitet sein.

Letzte Handgriffe am Wasser: Bis Samstag muss das Volksbad für einen Besucheransturm vorbereitet sein.

Knappe

Letzte Handgriffe am Wasser: Bis Samstag muss das Volksbad für einen Besucheransturm vorbereitet sein.

Mönchengladbach. Eine Attraktion für Mönchengladbach und die Region wollten die Verantwortlichen der NVV AG mit der Sanierung und Umgestaltung des Volksbades schaffen. Und auch wenn der Praxistest noch aussteht, sieht es doch so aus, als sei es ihnen voll und ganz gelungen - der Hochsommer kann kommen.

Eine vier Meter hohe Rutsche, ein drei Meter hoher Sprungturm, Sprudel-Liegen, Massagedüsen, Wasserspritzen, -kanonen und -pilze versprechen jede Menge Spaß. Am Samstag ist die Eröffnung.

Ein Becken für Schwimmer, eins für Springer

Viel Geld hat die NVV in die Hand genommen, um das Volksbad neu zu gestalten. Für die denkmalgerechte Sanierung des Jugendstilgebäudes wurden bereits 2006 3,7 Millionen Euro investiert. Jetzt hat man sich den Beckenbereich vorgenommen. "Wir wollten die Nutzergruppen trennen und für alle etwas bieten", sagt Armin Marx, bei der NVV für die Umbaumaßnahmen verantwortlich.

So wurde das ehemalige 100-Meter-Becken in ein 50-Meter-Becken mit sechs Bahnen für Schwimmer und ein Becken für Springer getrennt, die den neu errichteten Drei-Meter-Turm und das Sprungbrett nutzen wollen.

Auf der anderen Seite des Hauptgebäudes finden sich wie bisher die Freizeitbecken, die komplett umgebaut wurden. Sie gliedern sich in einen flachen und einen tieferen Bereich, die durch einen Kanal verbunden sind.

Das Volksbad liegt in einem sumpfigen Gelände, der Wasserdruck von unten würde die leeren Becken hochdrücken. Deshalb setzten die Erbauer sie 1926 auf anderthalb Meter dicke Bodenplatten, die auch die heutigen Sanierer gern nutzen.

Auch die Preise orientieren sich an vergangene Zeiten, zumindest am Eröffnungstag: Am Samstag kostet der Eintritt nur 30 Cent, 1926 waren es 30 Pfennig. Bei Regen soll die Aktion an einem "schönen Sommertag" wiederholt werden.

Hier dominiert der Spaßfaktor: Rutschen, Wasserkanonen und Wasserspeier sorgen für Abwechslung. Die sechs Meter breite Sprudel-Liege lässt 600 Kubikmeter Wasser pro Stunde durch ihre Düsen strömen.

Im Anschluss an das Freizeitbecken erregt ein großes farbenfrohes Sonnensegel die Aufmerksamkeit. Hier wurde der neugestaltete Kleinkindbereich untergebracht. Auf die Kleinen warten unter anderem ein Wasser-Igel und eine Handpumpe.

Zur Freude der Eltern dürfte beitragen, dass sich direkt neben dem Kleinkindbereich der "Strand" befindet: 300 Quadratmeter Sandfläche, bestückt mit 20 Strandkörben. Die Becken wurden nicht nur umgestaltet, sondern auch neu mit Edelstahl ausgekleidet. Damit gehören Frostschäden der Vergangenheit an.

"Edelstahl ist praktisch wartungsfrei", betont Armin Marx. Außerdem konnten so die vorhandenen Bodenplatten verwendet werden - die Edelstahlkonstruktion wurde in die alten Becken gesetzt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer