Liberaler verpasst den Zug nach Berlin. „MG aktiv“ plant viel für Landtagswahl.

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Mönchengladbachs OB Norbert Bude (SPD, r.) kann die geringe Wahlbeteilung kaum fassen.

Mönchengladbachs OB Norbert Bude (SPD, r.) kann die geringe Wahlbeteilung kaum fassen.

Horst Siemes

Mönchengladbachs OB Norbert Bude (SPD, r.) kann die geringe Wahlbeteilung kaum fassen.

Mönchengladbach. Am Freitag (8.30 Uhr, Zimmer 39 der Abtei) wird der Kreiswahlausschuss unter Leitung von OB Norbert Bude (SPD) das amtliche Ergebnis der Sonntagswahl feststellen.

Sieger wie Verlierer der Bundestagswahl sind sich längst einig - sie haben am 27. September jede Menge Wähler verloren. Von den 194.294 Stimmberechtigten ließen bei einer Beteiligung von lediglich 63,9 Prozent knapp 70.000 Mönchengladbacher die Lokale links liegen.

Auch für OB Norbert Bude (SPD) ein nicht akzeptabler Umstand. Bude gehört zu den Gründungsmitgliedern von "MG aktiv", die mit Wahlaufrufen gegen die drohende Wahlmüdigkeit angetreten waren. Mit wenig Erfolg. "Gerade für die Landtagswahl haben wir daher einiges vor", sagt der OB.

Helfen Vorbilder bei Wahlmüdigkeit?

Wichtig sei es jetzt, "zielgruppenspezifisch" vorzugehen - nicht nur bei jungen Menschen in Schulen, Jugendtreffs usw. Auch in so genannten sozialen Brennpunkten müsse "Aufklärung" betrieben werden. "Direkte Ansprache", sagt Bude, "ist mir wichtig." Deshalb werde er auch die Aktion "Ich miete den OB" für junge Leute intensiv fortsetzen. Man brauche zudem mehr Vorbilder, die die Personen ansprächen. Da sei noch viel zu tun.

Während Günter Krings (CDU) das Berlin-Ticket direkt holte, verpasste es Hans Joachim Stockschläger (FDP) eher knapp. Er steht auf Platz 26 der NRW-Reserveliste, bis Rang 20 zog sie. Hermann-Josef Krichel-Mäurer (SPD) hatte mit Reserveplatz 40 (zog bis Stelle 13) keine Chance. Wie Gerd Brenner von den Bündnis-Grünen.

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