Angeklagter stand zur Tatzeit unter Bewährung.

Mönchengladbach. Robert R. (21) steht wegen Totschlags vor dem Landgericht. Er hat gestanden, dass er am 10. Juni 2012 den Freund seiner Schwester, Alexander A. (33) in deren Wohnzimmer erstochen hat. Allerdings beruft er sich auf eine Notwehrsituation.

Er war in dieser Nacht dorthin gekommen, weil seine Schwester und ihr Freund – der eigentlich schon nicht mehr in dieser Wohnung wohnte – von einer Party zurückgekehrt waren und die Wohnungstür nicht öffnen konnten. Er hatte helfen wollen, kam aber zu spät, weil es einem Nachbarn bereits gelungen war, die Tür zu öffnen.

Zunächst habe man sich unterhalten, als die Schwester ins Bett gegangen sei, sei es zum Streit gekommen, in dessen Verlauf er zum Messer gegriffen habe, weil er gedacht habe, sonst werde sein Gegenüber das tun, sagte Robert R. im Gerichtssaal.

Der Bewährungshelfer stellt eine positive Prognose

Gestern wurde sein Bewährungshelfer gehört, der eine grundsätzlich positive Prognose stellte. Unter Bewährung stand R. wegen einer Tat im Jahr 2011. Ende 2011 war er verurteilt worden, weil er ohne Führerschein, dafür aber unter Alkoholeinfluss gefahren war. Bei einigen kleineren Taten vorher war eine Jugendstrafe von einem Jahr und acht Monaten ohne Bewährung herausgekommen. Ein Berufungsgericht hatte die Strafe später zur Bewährung ausgesetzt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer