Bis Ende 2013 stehen die Händler auf der Hauptstraße und dem Harmonieplatz. Nicht alle sind zufrieden.

Der Rheydter Markt (o.) ist umgezogen. Bis Ende 2013 stehen die Händler mittwochs und samstags an der Hauptstraße und dem Harmonieplatz. Loni und Manfred Zillekens (u.l.) verkaufen seit 45 Jahren in Rheydt. Sie sehen die neue Situation entspannt. Gar nicht glücklich hingegen ist Monika Blankertz (u.m.). Sie kann ihren Kartoffelhändler nicht finden. Gabi und Thomas Kress (u.r.) sind begeistert. Fotos (5): Markus Rick
Der Rheydter Markt (o.) ist umgezogen. Bis Ende 2013 stehen die Händler mittwochs und samstags an der Hauptstraße und dem Harmonieplatz. Loni und Manfred Zillekens (u.l.) verkaufen seit 45 Jahren in Rheydt. Sie sehen die neue Situation entspannt. Gar nicht glücklich hingegen ist Monika Blankertz (u.m.). Sie kann ihren Kartoffelhändler nicht finden. Gabi und Thomas Kress (u.r.) sind begeistert. Fotos (5): Markus Rick

Der Rheydter Markt (o.) ist umgezogen. Bis Ende 2013 stehen die Händler mittwochs und samstags an der Hauptstraße und dem Harmonieplatz. Loni und Manfred Zillekens (u.l.) verkaufen seit 45 Jahren in Rheydt. Sie sehen die neue Situation entspannt. Gar nicht glücklich hingegen ist Monika Blankertz (u.m.). Sie kann ihren Kartoffelhändler nicht finden. Gabi und Thomas Kress (u.r.) sind begeistert. Fotos (5): Markus Rick

Markus Rick (rick)

Der Rheydter Markt (o.) ist umgezogen. Bis Ende 2013 stehen die Händler mittwochs und samstags an der Hauptstraße und dem Harmonieplatz. Loni und Manfred Zillekens (u.l.) verkaufen seit 45 Jahren in Rheydt. Sie sehen die neue Situation entspannt. Gar nicht glücklich hingegen ist Monika Blankertz (u.m.). Sie kann ihren Kartoffelhändler nicht finden. Gabi und Thomas Kress (u.r.) sind begeistert. Fotos (5): Markus Rick

Mönchengladbach-Rheydt. Seit 45 Jahren verkaufen die Erkelenzer Händler ihr Obst und Gemüse auf dem Rheydter Markt. Den neuen Standort ihres Standes nehmen sie daher „ganz gelassen“, erklärt Manfred Zillekens. Dabei ist das Händler-Ehepaar ganz am Ende der Hauptstraße gelandet, dort wo der Strom der Marktbesucher langsam abreißt und nur noch wenige Kunden vorbeikommen. Die Zillekens’ rechnen sogar mit bis zu drei Viertel Käuferrückgang: „Aber unsere neue Position muss sich bei den Leuten auch erst herum sprechen“, glaubt Manfred Zillikens.

Der letzte Platz vor der Friedrich-Ebert-Straße ist für ihn nicht unbedingt negativ: „So können wir unsere Waren besser entladen“. Der Marktbeschicker macht das Beste aus der Situation.

Am 2. Juli beginnt der Umbau in Rheydts Mitte

Immerhin wird sich in den nächsten 18 Monaten daran nichts ändern. So lange ist der Rheydter Wochenmarkt samstags und mittwochs nicht mehr auf dem Marktplatz, sondern entlang der Fußgängerzone und auf dem Harmonieplatz zu finden. Am 2. Juli beginnt mit dem Abriss der Pavillons der Umbau in Rheydts Mitte. Ende 2013 sollen die rund 60 Marktbeschicker wieder auf den Marktplatz zurückkehren können.

Nicht alle sehen die Übergangslösung so entspannt. Es sei viel zu eng an ihrem Stand und die Bäume ständen im Weg, wenn die Kunden schnell bedient werden müssten, so der Kommentar von Händlern: „Furchtbar. Mein Kartoffelmann ist weg“, beschwert sich auch Marktbesucherin Monika Blankertz. Sie findet sich nicht gut zurecht. Alles sei so eng geworden und die Geschäfte nur noch schwer zugänglich. Außerdem vermisst die Anwohnerin die Cafés und „die vielen Gespräche auf dem schönsten Marktplatz der Stadt“.

Der neue Standort sorgt für eine lebendigere Atmosphäre

Gottfried Berten kann mit der veränderten Situation dagegen gut leben: „Schließlich dient sie der Verbesserung.“ Die längere Gehstrecke ist für den Rheydter, der mit seiner Frau seit 30 Jahren auf den Samstagsmarkt kommt, zwar ein Nachteil: „Aber schließlich lebt ein Markt in erster Linie von seinem Flair und es sind die selben freundlichen Händler wie bisher geblieben“, so der Marktbesucher.

Das Ehepaar Kress sieht sogar Vorteile: „Ich finde es schön. Das bringt Leben in die Geschäfte“, so Gabi Kress. Die beiden Rheydter wollen weiterhin jeden Samstag zum Einkaufen kommen: „Es bleibt der schönste Markt in der Gegend“, erklärt Thomas Kress. Durch den neuen Standort sei das Marktgeschehen viel übersichtlicher geworden, finden beide: „Dadurch, dass vorher Handzettel verteilt worden sind, haben wir unseren Obst- und Gemüsehändler schnell wiedergefunden“, sagt Gabi Kresse.

Es kommen jetzt mehr Besucher auf den Markt

Sabine Dochnal ist ebenfalls angenehm überrascht. Sie war länger nicht in Rheydt und findet es „schöner und viel attraktiver“, entlang der Hauptstraße über den Markt zu schlendern und die Geschäfte dabei gleich in der Nähe zu haben. „Dadurch wird der obere Teil der Hauptstraße mehr belebt“, glaubt auch Ralf Winkels. Der Geschäftsmann, dessen Juweliergeschäft am Harmonieplatz liegt, spürt bereits „mehr Frequenz“ durch den neuen Standort. Einige Geschäftsleute seien zunächst skeptisch gewesen, weiß Manfred Zillekens: „Jetzt kommen wir gut miteinander aus“, sagt der Obst- und Gemüsehändler.

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