Die Nachbarn machten mobil: Mit eindeutigen Transparenten in den Fenstern. Auch Unterschriften wollten sie OB Norbert Bude (SPD) übergeben.

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Auch diese Frau sammelt Unterschriften.

Auch diese Frau sammelt Unterschriften.

Heike Ahlen

Auch diese Frau sammelt Unterschriften.

Rheydt. Seit Wochenbeginn waren Nachbarn an der Karlsbader Straße in hellem Aufruhr. Sie hatten sich darüber gewundert, dass immer ein Auto mit zwei Männern in der Straße parkt. Dann war durchgesickert: Der neue Mieter in dem Fünffamilienhaus ist Günter B., mutmaßlicher Sexualstraftäter, dem gerade vor dem Landgericht der Prozess gemacht wird. An seinem vorherigen Wohnort in Süchteln soll er kleine Mädchen über einen längeren Zeitraum missbraucht haben.

Die Nachbarn machten mobil: Mit eindeutigen Transparenten in den Fenstern. Auch Unterschriften wollten sie OB Norbert Bude (SPD) übergeben. Beim Unterschriftensammeln stieß Marlies Müller, Großmutter von bald vier kleinen Kindern, auch auf Nachbarn aus dem Haus, in dem B. wohnt. "Die waren schockiert. Der Neue hatte sich nett vorgestellt und wollte sogar Treppe putzen und Rasen mähen."

Die Stimmung heizte sich immer mehr auf. "24-Stunden-Betreuung, und der Steuerzahler kommt dafür auf", sagt ein Nachbar von gegenüber.

Inzwischen soll Günter B. nicht mehr dort wohnen. Nachbarn berichten, er sei weg, seit man den Vermieter, einen älteren Herrn, mit dem angeblichen Vorleben seines neuen Mieters konfrontiert hatte.

Es geht das Gerücht, B. sei nun wieder in einem Hotel untergebracht. Polizeisprecher Willy Theveßen: "Die Polizei weiß, wo er ist." Der Prozess gegen Günter B. geht am 25. September weiter.

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