Schüler des Berufskollegs Rheydt-Mülfort entwickeln Homepages für kleine Unternehmen.

Die Schüler Swenja Geiser und Oliver Hälbig (vorne) übten sich im Web-Seiten-Bau. Hinten die Betreuer (v.l.) Carola Wiegmann, Karl Breuer und Andreas Vanderlaar.
Die Schüler Swenja Geiser und Oliver Hälbig (vorne) übten sich im Web-Seiten-Bau. Hinten die Betreuer (v.l.) Carola Wiegmann, Karl Breuer und Andreas Vanderlaar.

Die Schüler Swenja Geiser und Oliver Hälbig (vorne) übten sich im Web-Seiten-Bau. Hinten die Betreuer (v.l.) Carola Wiegmann, Karl Breuer und Andreas Vanderlaar.

Jörg Knappe

Die Schüler Swenja Geiser und Oliver Hälbig (vorne) übten sich im Web-Seiten-Bau. Hinten die Betreuer (v.l.) Carola Wiegmann, Karl Breuer und Andreas Vanderlaar.

Rheydt. Leicht haben sie es sich nicht gemacht, die Schüler der Abi-Klasse am Berufskolleg Rheydt-Mülfort: in den Internetauftritten, die sie gebaut und jetzt vorgestellt haben, stecken viele hundert Stunden Arbeit. "Ich habe schon die Nächte durchgemacht", sagt Adalbert Kuczynski, "aber es hat auch richtig Spaß gemacht."

E-Business heißt das Fach, in dem die Homepages entstehen

Schon seit einigen Jahren vermitteln die Lehrer, die an der Höheren Handelsschule Abiturienten Fachkenntnisse in Wirtschaft und Verwaltung beibringen, erfolgreich Realitätsbezug. Die Klassen entwickeln im Fach E-Business Homepages für kleine und mittlere Unternehmen. Dafür müssen sie die Firmen kennen lernen, die Inhalte festlegen, Texte erstellen und schließlich den Internetauftritt gestalten.

"Das Projekt ist fächerübergreifend", erklärt Christiane Gerhards, eine der Projektbetreuerinnen. "Fast jedes Fach wird einbezogen." Das Projekt beginnt mit einer Intensivwoche, die die Schüler in den Niederlanden verbringen. Dort erarbeiten sie die Grundlagen. In der Schule und vor allem zu Hause wird dann weitergemacht.

"Drei Stunden Hausaufgaben am Tag waren eher wenig", stöhnt Angelina Schmitz. Manchmal war es sicher zum Verzweifeln. "Die Schüler müssen sehr korrekt arbeiten", betont ihr Lehrer Andreas Vandelaar.

"Wenn man den kleinsten Fehler gemacht hat, tut der PC gar nichts", schildert die 20-jährige Angelina die Probleme. Aber die Schüler haben sich nicht nur durchgebissen, sondern auch Spaß daran gehabt. "Für mich ist es zum Hobby geworden", meint Adalbert Kuczynski.

"Von Profis wäre so etwas unbezahlbar"

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Karl Breuer, für dessen zwei Schreibwaren-Läden vier Gruppen Websites erarbeitet haben, ist beeindruckt. "Es ist sehr schwer, sich für eine Version zu entscheiden", sagt er. "Von Profis wäre so etwas unbezahlbar."

Die Schüler haben viele Ideen entwickelt, sich über Logo, Farbverläufe, Links und Navigation Gedanken gemacht und unterschiedliche Lösungen gefunden. "Die Schüler haben sehr selbstständig gearbeitet und lange an den Details gefeilt", sagt Vandelaar, "manche noch am Morgen vor der Präsentation."

Die Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft hat für beide Seiten klare Vorteile: kleine Unternehmen bekommen professionelle Websites, die Schüler können sich an der Realität erproben und arbeiten nicht für den Papierkorb.

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