Auf der Suche nach Altlasten. Die Sparkasse will das Areal vermarkten.

Textilfabrik
Firmen-Ansichten: Der Komplex der früheren Firma Beines.

Firmen-Ansichten: Der Komplex der früheren Firma Beines.

Knappe

Firmen-Ansichten: Der Komplex der früheren Firma Beines.

Mönchengladbach. Auf dem mehr als 20 000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Textilveredlers Wilhelm Beines an der Rheydter Bachstraße wird ab kommender Woche gebohrt. Die Arbeiter einer Fachfirma wollen herausfinden, wie umfangreich das Grundstück des langjährigen Familienunternehmens verseucht ist. „Wenn es denn verunreinigt ist“, sagte der frühere geschäftsführende Gesellschafter, Dieter Beines, am Freitag.

Auf Betreiben der Gläubigerbank Stadtsparkasse werden die Untersuchungen durchgeführt. Von ihrem Ergebnis hängen die weiteren Schritte der Vermarktung des Gewerbegebietes an. Anwohner gehen davon aus, dass die Färberei der Firma „einiges kontaminiert hat“. Ein Stadtsprecher sagte, von den Bohrungen bei Beines wisse das städtische Umweltamt nichts.

Für Wohnungen müsste der Bebauungsplan geändert werden

Beines war das älteste Familienunternehmen in Gladbach. Im Mai 2010 schloss es endgültig. Knapp 50 Mitarbeiter waren von der Schließung betroffen.

Derzeit sind einige Hallen vermietet. Nach dem Abbruch und der Sanierung möglicher Altlasten könnten hier Handwerker und Inhaber kleinerer Firmen investieren. Ein Wohnungsbau ist derzeit nicht möglich – es sei denn, die Politik ändert den Bebauungsplan. Ausgeschlossen ist das nicht.

Interesse an einem Erwerb von Beines-Grundstücken soll die Gladbacher Baufirma Jessen der Gebrüder Bücker haben. Beines und Bücker kennen sich unter anderem aus dem Karneval. ba.-

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