Die Suche nach dem Schlüssel endet mit einem Feuerwehreinsatz.

Aus diesem Altpapier-Container an der Gladbacher Straße befreiten Feuerwehrleute den 39-Jährigen.
Aus diesem Altpapier-Container an der Gladbacher Straße befreiten Feuerwehrleute den 39-Jährigen.

Aus diesem Altpapier-Container an der Gladbacher Straße befreiten Feuerwehrleute den 39-Jährigen.

Heike Ahlen

Aus diesem Altpapier-Container an der Gladbacher Straße befreiten Feuerwehrleute den 39-Jährigen.

Mönchengladbach. Er wollte nur eben ein paar Zeitungen zum Container bringen - am Ende steckte Thomas P. in dem blauen Altpapier-Gefäß fest.

Sonntagabend, kurz nach 20 Uhr. Der 39-jährige Veranstaltungsmanager parkt neben den sechs Altpapier-Containern an der GladbacherStraße (Rheindahlen), zieht den Autoschlüssel ab. Aber statt ihn - "wie sonst immer" - auf den Sitz zu werfen, hält er ihn in der Hand. Kurz darauf sind die Zeitungen im Container verschwunden, der Schlüssel auch.

Per Handy ruft er seinen Schwiegervater zur Hilfe. Der kommt mit Taschenlampe und Ersatzschlüssel. P. leuchtet in den Container und entdeckt den Schlüssel. Aber ohne Leiter geht nichts, deshalb holt der Schwiegervater die auch noch.

Mit Leiter reicht es dann, um mit den Fingerspitzen den Schlüsselbund zu erreichen. "Doch dann rutschte er tiefer", beschreibt P. sein Unglück. "Und wenn man einmal dran war, dann versucht man es auch weiter." Bis kurz unter den Bauchnabel quetscht er sich in den nur 30 Zentimeter hohen Schlitz. Auf einmal geht nichts mehr. Nicht mehr vorwärts und nicht rückwärts.

Für die Retter gibt es viel Lob vom Opfer

Thomas P. bekommt keine Luft mehr, hat Panikattacken. Von der Spielhalle gegenüber ruft sein Schwiegervater die Rettungskräfte. Der Feuerwehr gelingt es zwar auch nicht, P. herauszuziehen, aber wenigstens können ihn die Wehrleute zu zweit ganz in den Container hineinschieben.

Da findet B. seinen Schlüssel, die Feuerwehr schneidet derweil den Schlitz auf und biegt das Containerblech um. Seine Retter lobt der Rheindahlener in höchsten Tönen: "Die haben so gut auf mich aufgepasst und dafür gesorgt, dass ich mich nicht weiter verletzen kann."

Über ein Gerüst kann P. den Container mitsamt Schlüssel verlassen. Ins Krankenhaus will er nicht, "nur nach Hause". Weil er dort aber die ganze Nacht vor Schmerzen nicht schlafen kann, geht er mit seinen Quetschungen am Montag dann doch zum Arzt.

Noch einmal, so hat er sich geschworen, landet er nicht im Container: "Da hätte ich lieber den Schlüssel am nächsten Tag neu anfertigen lassen sollen, das wäre weniger Stress gewesen."

Nachdenklich ist er auch, denn niemand kam an der eigentlich belebten Hauptstraße vorbei, während er feststeckte. "Gut, dass mein Schwiegervater da war, ich weiß nicht, wie das ohne ihn ausgegangen wäre."

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