Jetzt können die Sondierungsgespräche der CDU mit der SPD oder den Grünen beginnen.

Hans Wilhelm Reiners ist ein knapp gewählter Oberbürgermeister, wird aber eine starke CDU im Stadtrat hinter sich haben, die die Mehrheitsverhältnisse bestimmen kann. Die geplanten Sondierungsgespräche mit der SPD beziehungsweise den Grünen, mit denen jeweils eine Mehrheit möglich ist, sollen jetzt beginnen.

Man hatte vorab betont, dass bis zum Zeitpunkt der Stichwahl keine Gespräche stattfinden sollten. Jetzt sei man unter Zeitdruck, da nur noch drei Wochen bis zur konstituierenden Ratssitzung bleiben, sagte Reiners, der an den Gesprächen beteiligt sein wird.

Er wollte sich aber am Sonntag auf keinen Fall zu möglichen Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat äußern. „Ein OB hat nicht die Aufgabe, die Politik seiner Partei durchzusetzen, sondern Gutes für die Stadt zu erreichen. Eine Idee halte ich nicht deshalb für schlecht, nur weil sie vom politischen Gegner kommt“, so Reiners.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Hans Peter Schlegelmilch, freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen OB. „Wir haben ein gutes Arbeitsverhältnis, haben superintensiv zusammengearbeitet.“

Die SPD ist für Gespräche mit der CDU bereit

Für die CDU bedeute dieses Ergebnis eine „noch größere Verantwortung“. Jeder werde nun sehen, wie die CDU arbeite. „Denn es wird nun keine Hürden an den Schnittstellen zwischen Fraktion und Verwaltung geben.“

In den vergangenen Jahren seien weite Teile „wie gelähmt“ gewesen, weil das Verhältnis zwischen SPD und Oberbürgermeister nicht funktioniert habe.

Felix Heinrichs, Fraktionsvorsitzender der SPD, der sagte „Reiners tritt in große Fußstapfen, jetzt muss er beweisen, dass er sie ausfüllen kann“, wird einer derjenigen sein, mit denen die CDU und ihr neuer Oberbürgermeister nun verhandeln werden. Man werde am Tag nach der Stichwahl überlegen, wie man mit dem Ergebnis umgehen will, sagte Heinrichs. Die SPD sei dafür im Ring, für die Fraktion sei aber klar, dass man „verantwortungsvoll für die Stadt arbeiten will“. „Wir sind dafür gewählt worden, die Stadt zu entwickeln.“

Auch bei den Grünen wartet man auf den Anruf der CDU

Bei den Grünen wartet man ebenfalls noch auf einen Anruf der CDU. „Wir hoffen, dass man auf uns zukommt“, sagte die Parteivorsitzende Anita Parker. ok

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