Der Wirbel um Papst ist an der Basis angekommen.

Mönchengladbach. "Die Leute schütteln den Kopf, und wir an der Basis können jetzt die Scherben zusammen kehren", sagt Ulrich Clancett zur Rehabilitierung des umstrittenen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson sowie der Ernennung des erzkonservativen Gerhard Wagner zum Weihbischof von Linz durch Papst Benedikt. Wagner hatte den Hurrikan Katrina und die verheerenden Folgen für New Orleans als "göttliches Strafgericht" bezeichnet.

Clancett ist Dekan für die Region Mönchengladbach mit ihren rund 180.000 Katholiken. Der 44-Jährige kritisiert indirekt die Entscheidungen des kirchlichen Oberhauptes und sagt: Der Papst tue ihm leid. Denn er habe bei Williamson und Wagner etwas verkündet, dass Kardinäle in der zweiten Reihe schlecht vorbereitet hätten.

Priester Clancett nennt Wagner einen "kräftigen Typen", den er während des Theologiestudiums in Bonn kennengelernt habe. Trotz der "unsensiblen" Rehabilitierung Williamsons bleibe dieser von seinen Ämtern suspendiert.

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