SPD-Landtagskandidaten blasen beim politischen Aschermittwoch zum Wahlkampf.

Hans-Willi Körfges war beim politischen Aschermittwoch der SPD bester Dinge. Er blickt optimistisch in die Zukunft.
Hans-Willi Körfges war beim politischen Aschermittwoch der SPD bester Dinge. Er blickt optimistisch in die Zukunft.

Hans-Willi Körfges war beim politischen Aschermittwoch der SPD bester Dinge. Er blickt optimistisch in die Zukunft.

Jörg Knappe

Hans-Willi Körfges war beim politischen Aschermittwoch der SPD bester Dinge. Er blickt optimistisch in die Zukunft.

Mönchengladbach. "Ich will ein Sozi sein", sangen die fünf Damen der Kabaretttruppe FammFatall und sprachen damit den meisten Anwesenden im Saal der Reitanlage Berthelmes aus dem Herzen.

Die Mönchengladbacher SPD feierte sich bei ihrem Politischen Aschermittwoch in Giesenkirchen selbst, rechnete mit dem politischen Gegner ab und demonstrierte nicht nur mit Blick auf die kommende NRW-Wahl Selbstbewusstsein: "Hundert Tage Ampel in Mönchengladbach, eine Bilanz, die sich nicht verstecken braucht", sagte Angela Tillman in ihrer Rede.

Gemeinsam mit Hans-Willi Körfges kandidiert die SPD-Ratsfrau für einen Sitz im Landesparlament.

Tillmann bezeichnet die Schulpolitik der Landesregierung als "ungerecht"

Beide Sozialdemokraten schworen ihre Partei auf den beginnenden Wahlkampf ein. Tillmann kritisierte die Schulpolitik der Landesregierung als "ungerecht, selektiv und bildungshemmend" und forderte gleiche Bildungschancen für jedes Kind.

Das von Schwarz-Gelb eingeführte Kinderbildungsgesetz (Kibiz) sei unterfinanziert, es fehle an Personal, den gestiegenen Anforderungen an die Erzieherinnen gerecht zu werden.

Die SPD-Politikerin will sich für die "sozialdemokratischen Schwerpunkte" Bildung, Familien, Kinder und Jugendliche stark machen und diesen Bereich "trotz Sparmaßnahmen im Blick behalten". Mit der SPD sollen mehr Gesamtschulen geschaffen, die Kindergartenbeiträge nicht erhöht und die Kommunen finanziell entlastet werden.

Auch Hans-Willi Körfges will als Landtagsabgeordneter "die Kommunen nicht alleine lassen". Erstmals sei es seiner Partei gelungen, in Mönchengladbach gegen die CDU eine Ratsmehrheit zu bilden. Jetzt wolle er seinen Wahlkreis zurückgewinnen, so Körfges kämpferisch.

Vieles, was Mönchengladbach anginge, werde in Düsseldorf entschieden. Die derzeitige Landesregierung habe den Kommunen in NRW seit 2005 mehr als drei Milliarden Euro entzogen.

Arme Kommunen wie Gladbach sollten von Zins- und Tilgungszahlungen und der Hälfte des Solidaritätspakts befreit werden.

Endgültige Entwarnung beim Bau der L 19 auf der Trasse der A 44 gebe es erst, "wenn wir das auch in Düsseldorf bestimmen können", betonte Körfges. Auch für die Belange seines Wahlkreises will er sich stark machen.

"Wir hoffen auf die Unterstützung für die Umsetzung des Innenstadtkonzeptes in Rheydt", so Körfges. Die bisherige Landesregierung habe Rheydt das Finanzamt weggenommen und wolle nun das Amtsgericht und den Hauptbahnhof streichen.

"Am 9. Mai ist alles vorbei", erklärte FammFatall dem Publikum. Beide SPD- Landtagskandidaten hoffen, dass sie dann im NRW-Parlament sitzen.

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