Nach einem Spielhallen-Überfall kamen die Ermittler einem Duo auf die Spur, weil ein Täter sein Handy verlor.

Mönchengladbach. Zwei Spielhallen-Räuber sind der Polizei ins Netz gegangen, weil einer der beiden einen eindeutigen Beweis am Tatort zurückließ: sein Handy. Nach dem Überfall auf eine Spielothek an der Eickener Straße am Dienstagabend vergangener Woche gelang es den Ermittlern den Datenspeicher des Mobiltelefons auszulesen.

Über gesendete Nachrichten und gespeicherte Bilder kam die Kripo schnell auf die Spur eines 20-jährigen Rheydters. Die weiteren Ermittlungen führten dann zu dessen Mittäter (19) aus Hermges.

Die beiden bisher nicht polizeilich in Erscheinung getretenen Männer wurden am Montag festgenommen. In den Wohnungen fanden Beamte noch weitere Beweise für die Täterschaft des Duos, darunter vor allem die bei dem Raub benutzten Gaspistolen.

„Aufgrund der erdrückenden Beweislast legten beide ein umfassendes Geständnis ab“, sagte eine Polizeisprecher. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden die Heranwachsenden entlassen.

Auf der Flucht ließen die Täter auch Kleidung zurück

Das Duo hatte bei der Tat eine Angestellte und fünf Kunden bedroht. Während ein Täter die Überfallenen in Schach hielt, ging der andere hinter die Theke und nahm das Geld aus der geöffneten Kasse. Bei ihrer anschließenden Flucht waren die maskierten Männer noch von zwei Kunden verfolgt worden – erfolglos.

Nachdem der 20-Jährige sein Handy schon in der Spielhalle verloren hatte, ließen die Täter auf der Flucht auch Kleidung zurück. ok

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer