Mönchengladbach-Eicken. Am vergangenen Donnerstag hatte ein Passant einen Anwohner der Marienkirchstraße mit einer stark blutenden Kopfwunde vor seiner Haustür aufgefunden: Der Mann ist einem brutalen Raubüberfall zum Opfer gefallen. Das fand die Polizei jetzt heraus.

Die Geldbörse mit diversen Papieren und der EC-Karte des 56-Jährigen war seit dem Vorfall verschwunden. Die EC-Karte wurde noch am selben Tag in der Sparkasse Eicken eingesetzt. Die Täter hatten sich die Kontoauszüge des Geschädigten ausdrucken lassen. Anhand der Überwachungsanlage konnten die Ermittler drei Jugendliche identifizieren. Es handelte sich um einen 14-Jährigen aus Eicken, der bereits mit weniger schwerwiegenden Straftaten in Erscheinung getreten war, und zwei weitere Jugendlichen im Alter von 16 Jahren.

Alle drei Tatverdächtigen wurden am Montag vernommen. Sie legten ein umfassendes Geständnis ab: Sie hatten den 56-Jährigen bemerkt, als dieser betrunken von der Gaststätte auf dem Eickener Marktplatz auf dem Heimweg war. Sie beobachteten ihr Opfer und schätzten das eigene Risiko einer möglichen Gegenwehr als recht gering ein.

Als sie sich unbeobachtet fühlten, sprang der 16-Jährige dem Opfer mit Wucht in den Rücken, sodass der Mann schwer stürzte und mit dem Kopf aufschlug. Anschließend durchsuchte er sein Opfer nach Wertgegenständen und flüchtete dann mit seinen Mittätern.

Im weiteren Verlauf hatte der 16-jährige Eickener noch geplant, den Geschädigten erneut aufzusuchen, um ihn massiv zu bedrohen, damit er seine PIN angibt. Die Drei wurden vorläufig in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten entlassen. Die weiteren Maßnahmen trifft die Polizei in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Behörden.

 

 

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