Mönchengladbach. Nachdem er einen Nebenbuhler mit Messerstichen lebensgefährlichverletzt hat, muss sich ein 40-Jähriger von Montag an in Mönchengladbach vor Gericht verantworten. Der Mann ist wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Über das Internet hatte seine Ehefrau einen anderen Mann kennengelernt und mit diesem ein Verhältnis begonnen. Sie wollte ihren Mann verlassen.
Der Hesse kam dahinter und fuhr im Oktober 2008 nach Viersen, wo der Nebenbuhler wohnte.

Dort stach er auf ihn ein und ließ ihn lebensgefährlich verletzt zurück. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor. Der Angeklagte hatte ausgesagt, in Notwehr gehandelt zu haben und dann in Panik geflohen zu sein. Sein Rivale habe ihn angegriffen.

Auch der Mann aus Hüttenberg bei Gießen hatte bei dem Streit Stichverletzungen erlitten.Zu Prozessbeginn vor dem Landgericht wiederholte der Angeklagte seine Version, er sei angegriffen worden und habe sich gewehrt.

Der Nebenbuhler dagegen, der aus dem Kampf eine zentimeterlange Wunde am Kopf und einen lebensgefährlichen Stich in die Brust davongetragen hatte, bekräftigte, er sei von dem Angeklagten angegriffen worden.

 Laut Anklage hatte der 40-Jährige seinen Rivalen bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und war dann im Glauben geflohen, das Opfer werde nicht überleben. Der Prozess soll am Dienstag weitergehen.

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