Gegen den von den Wirtschaftsförderern bevorzugten Standort für ein Hugo-Junkers-Museum in Rheydt hegt die SPD Bedenken.

Die „Tante Ju“ gilt immer noch als das berühmteste Flugzeug Deutschlands.
Die „Tante Ju“ gilt immer noch als das berühmteste Flugzeug Deutschlands.

Die „Tante Ju“ gilt immer noch als das berühmteste Flugzeug Deutschlands.

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Die „Tante Ju“ gilt immer noch als das berühmteste Flugzeug Deutschlands.

Mönchengladbach. Eine gläserne Museums-Halle im Gedenken an den bekanntesten Erfinder seiner Heimatstadt, Hugo Junkers, mit einer echten "Tante Ju" - diese Idee aus den Reihen der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFMG) präsentierte deren Geschäftsführer Ulrich Schückhaus erst vor vier Wochen ganz offiziell. Der Antrag auf Fördergeld ist bereits gestellt, ein Modell für die Halle schon von Architekten entworfen.

Der ideale Standort ist für die Planer der Marktplatz Rheydt

Doch beim Standort gibt es jetzt die ersten Widerstände gegen das Projekt der WFMG. Mitten in Rheydt soll das flugfähige Ju-52-Flugzeug "landen", wenn es nach den Ideengebern geht. "Der Standort Rheydt hat für uns natürlich Präferenzen", sagte Schückhaus bei der Präsentation. Der Marktplatz Rheydt ist als bester Standort ausgeguckt. Doch die SPD Rheydt-Mitte kündigt jetzt Widerstand an.

SPD Rheydt will freie Sicht auf Rathaus und Kirche bewahren

Für sie "kommt eine Bebauung des Marktplatzes zwischen Kirche und Rathaus nicht infrage". "Die Offenheit des Platzes soll nicht beeinträchtigt werden", sagt Barbara Gersmann, SPD-Vorsitzende in Rheydt-Mitte.

Die Sicht auf das historische Ensemble von Hauptkirche und Rathaus und die Wirkung dieses Ensembles dürfe nicht verbaut werden. "Wir erwarten einen Dialog mit und eine Beteiligung von Anliegern, Betroffenen und dem Rest der Bevölkerung", fordert Gersmann, "bevor hier anderweitige politische Entscheidungen getroffen werden." Deswegen werde die SPD in den kommenden Wochen das Gespräch mit Geschäftsleuten, Marktbeschickern, Schaustellern, Kirchenvertretern und anderen Interessengruppen suchen.

Ein Museumbau an anderer Stelle wäre aus Sicht der WFMG nicht so ideal. Allerdings sind auch andere mögliche Standorte in die Gedankenspiele der Planer eingeflossen. So wird u.a. eine Brachfläche an der Mühlenstraße erwogen. Auch ein Grundstück im Nordpark wäre für die WFMG denkbar.

Das Gebäude soll für Events genutzt und von der Stadt-Marketinggesellschaft auch als Veranstaltungshalle betrieben werden.

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