Von acht bis zwölf Uhr legte der Kontaktkreis Soziale Gerechtigkeit am Montag vor dem Gebäude der Arge an der Viktoriastraße Folien auf die Straße. Die persönliche Betroffenheit sei groß, so ein Sprecher.

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Passanten konnten Kreuze machen bei einer besonderen Art von Wahl.

Passanten konnten Kreuze machen bei einer besonderen Art von Wahl.

Passanten konnten Kreuze machen bei einer besonderen Art von Wahl.

Mönchengladbach. Es gab auch Statements, die selten bis gar nicht angekreuzt wurden. Der Satz "Ich bin richtig froh, dass sie bei uns Vermögenden nichts streichen" fand beispielsweise viel weniger Zustimmung als die Forderung, Hartz IV abzuschaffen.

Von acht bis zwölf Uhr legte der Kontaktkreis "Soziale Gerechtigkeit", zu dem acht Organisationen und Initiativen wie Caritas, DGB, Attac und Volksverein gehören, am Montag vor dem Gebäude der Arge an der Viktoriastraße Folien auf die Straße.

Darauf: ein Forderungskatalog gegen "Abzocke bei den Schwachen", der viele Passanten aufmerksam machte und zu Protesten gegen die Sparpläne des Bundes aufrief. Und so gab es eine Zeile, in der hinter "Ich könnte mir vorstellen, mich gerade jetzt für mehr Gerechtigkeit einzusetzen" ein Kreuzchen gemacht werden konnte, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.

Dass es Tatsachen gibt, die diesem Willen enge Grenzen sezten, weiß Johannes Eschweiler vom Mönchengladbacher Bündnis für Menschenwürde und Arbeit.

"Wir haben uns am Samstag zu fünft ein Schöner-Wochenend-Ticket geteilt", berichtet er. "Sonst wären wir nicht zum Parteitag der CDU nach Bonn gekommen." Dort hat er an der Aktion "Krach schlagen statt Kohldampf schieben" teilgenommen. Am Samstag will man zu einer Veranstaltung in Dortmund.

Organisatoren begegnet große persönliche Betroffenheit

"Die persönliche Betroffenheit ist groß. Die Leute haben den Papp auf", sagt er über die Reaktionen auf die Aktion. "Alleinerziehenden Müttern stehen Tränen in den Augen, wenn sie uns erzählen, dass ihnen die Unterstützung für ihr behindertes Kind gestrichen wurde." Stephanie Peifer von Verdi: "Die Kanzlerin hat in vier Jahren Vollbeschäftigung versprochen. Aber nichts geschieht."

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