Gladbacher beschwert sich bei der Stadt, weil er Parkgebühren bezahlt, aber doch Knollen bekommen hat.

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Rainer Elsenbruch nutzt seit 2009 die Möglichkeit, über sein Handy Parkgebühren zu zahlen, statt mit Parkscheinen zu hantieren.

Rainer Elsenbruch nutzt seit 2009 die Möglichkeit, über sein Handy Parkgebühren zu zahlen, statt mit Parkscheinen zu hantieren.

Knappe

Rainer Elsenbruch nutzt seit 2009 die Möglichkeit, über sein Handy Parkgebühren zu zahlen, statt mit Parkscheinen zu hantieren.

Mönchengladbach. Es soll das Gebührenzahlen beim Parken einfacher machen. Kein Suchen nach passendem Kleingeld - einfach das Handy zücken, eine Nummer wählen, und schon geht es bargeldlos. Seit September 2009 ist das in Mönchengladbach möglich. Mehrere hundert Mobiltelefon-Besitzer nutzen laut Verwaltung die Möglichkeit des Handyparkens in der Stadt.

Handyparker strengt eine Dienstaufsichtsbeschwerde an

Einer von ihnen ist der Mönchengladbacher Rainer Elsenbruch. Doch er ist unzufrieden, weil er trotz seiner orangefarbenen Plastik-Plakette hinter der Frontscheibe, die ihn als Handyparker ausweist, Knollen bekommen hat. Bei 35-mal Parken in Mönchengladbach sei er in 16 Fällen verwarnt worden.

Elsenbruch hat sich jetzt bei der Stadtverwaltung beschwert und strengt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Ordnungsamts-Mitarbeiter an. Der habe, so der Handyparker, dadurch, dass er ein Bußgeldverfahren einleitete, obwohl ein Nachweis fürs Handyparken vorhanden war, eine "uneidliche Falschaussage" geleistet.

Die ersten Male habe er noch telefonisch Einspruch erhoben, sagt Elsenbruch, der selbst bei der Stadtverwaltung arbeitet: "Aber da habe ich auch noch gedacht, irgendwann lernen die das doch mal." Was ihn tatsächlich geärgert habe, sei, dass die Verfahren zwar eines nach dem anderen eingestellt worden seien, sich aber nie jemand bei ihm entschuldigt hätte für die Unannehmlichkeiten, die er gehabt habe.

Die Stadt schilderte den Fall auf Anfrage unserer Redaktion am Montag anders. Tatsächlich habe es seit September fünf Verwarnungen gegeben. "Aber die Verfahren sind mit dem Ausdruck des größten Bedauerns eingestellt worden", sagte Stadtsprecher Wolfgang Speen. Solche Fehler dürften nicht passieren, aber man habe sich schriftlich entschuldigt.

Andererseits sei Elsenbruchs Plakette "ungünstig angebracht". Sie habe sich im getönten Bereich der Frontscheibe befunden. "Unser Tipp ist, sie gut sichtbar anzubringen", so Speen.

Infos zum Handyparken, das bei den verschiedenen Providern pro Parkvorgang bis zu 18 Cent kostet, sind im Internet zu finden.

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