Musik-Acts, aber auch Poesie und Kunst lockten zahlreiche Besucher. Die jungen Organisatoren sind zufrieden.

Die Band „Betrayers of Babylon“ brachte die Besucher zum Tanzen und gewann den Musikwettbewerb.
Die Band „Betrayers of Babylon“ brachte die Besucher zum Tanzen und gewann den Musikwettbewerb.

Die Band „Betrayers of Babylon“ brachte die Besucher zum Tanzen und gewann den Musikwettbewerb.

Jörg Knappe

Die Band „Betrayers of Babylon“ brachte die Besucher zum Tanzen und gewann den Musikwettbewerb.

Mönchengladbach. Zwölf Bands, acht Kunstausstellungen, ein Poetry-Slam und weitere Show-Acts: So präsentierte sich das Potpourri Festival im Theater im Gründungshaus (TIG) in Eicken. „Wir sind sehr zufrieden, die Organisation läuft schon besser als beim ersten Mal vor einem Jahr“, sagte Mary Müller (18), eine der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die die kostenlose Jugendkulturveranstaltung erst ermöglichen.

Die Siegerband darf nun beim Horst-Festival auftreten

Im Zentrum des Festivals stand der Musik-Wettbewerb, bei dem fünf Bands aus Mönchengladbach und Umgebung um die Gunst des Publikums spielten. Die Auftritte waren sehr vielseitig. „Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei“, sagte einer der Besucher. Das Publikum an der Hauptbühne bestand hauptsächlich aus Jugendlichen, aber auch Erwachsene hörten sich die Musiker an.

In der Vorrunde am Freitag schafften die Bands „Betrayers of Babylon“ aus Neuss und die Gladbacher Deutschrock-Gruppe „Naturtalent“ den Einzug in das Finale am Samstag. Während die Neusser das Publikum mit ihrem energiegeladenen Reggae und den Bläsern zum Tanzen brachten, sorgten die Jungs von „Naturtalent“ mit härteren Klängen bei den Fans rockiger Musik für Zustimmung. Die Besucher stimmten über den Sieger ab – es wurden die „Betrayers of Babylon“. Die sechsköpfige Formation darf nun beim Horst-Festival im Sommer auftreten. Beide Finalisten erhalten professionelle Studioaufnahmen.

Das Rahmenprogramm des Contests bildeten eine Reihe anderer Musiker, wie die Gewinnerband des vergangenen Jahres „Close To Freedom“, die auch in diesem Jahr mit ihrem Reggae und Ska begeisterte. Freunde der akustischen Musik konnten den Gitarrenklängen und Stimmen von Simon Wollenberg oder „Miss Tea“ lauschen.

Für Kunstinteressierte öffneten am Samstag und gestern eine Reihe von Cafés und Ausstellungsräume rund um das TIG ihre Türen. Es wurden Fotoarbeiten sowie gezeichnete oder gemalte Arbeiten verschiedener junger Gladbacher gezeigt. Kurzfilme und Poetry-Slammer in einem Linienbus rundeten das Programm ab.

Rund 600 Besucher allein am Samstag

Das Potpourri Festival ist eine Jugendkulturveranstaltung, die zum zweiten Mal stattfand. Jugendliche unter 21 Jahren organisieren es. Die Macher des Horst-Festivals unterstützen sie dabei.

Das Potpourri Festival ist eine Jugendkulturveranstaltung, die zum zweiten Mal stattfand. Jugendliche unter 21 Jahren organisieren es. Die Macher des Horst-Festivals unterstützen sie dabei.

Während das Potpourri-Festival am Freitag mit dem Bundesligaspiel der Borussia konkurrieren musste, ist das Organisationsteam mit den Besucherzahlen am Samstag sehr zufrieden. „Heute hatten wir bisher etwa 600 Besucher, die sich über die Ausstellungen, die Musical Art Tour, die Poetry-Darbietungen und den Musik-Contest verteilt haben“, sagte der 17-jährige Kai Wieland. Obwohl er recht beschäftigt war, wie die anderen Helfer auch, konnte er einiges von den Vorstellungen sehen. „Den Bus finde ich sehr cool. Dort herrscht eine andere Atmosphäre und besonders die Poeten sind sehr gut angekommen.“

Das Festival wurde wie vor einem Jahr vom Verein „Horst Musik- und Kulturförderung“ unterstützt. Die größte Planungsarbeit leisteten aber elf Jugendliche, alle unter 21 Jahre alt. „Mit der Zeit sind wir immer weniger auf unsere Coaches angewiesen und können uns gegenseitig unterstützen“, sagt Mary Müller. Ulla Heinrich und Oliver Leonards vom Horst-Verein standen aber nach wie vor zur Seite, wenn es Organisationsfragen gab.

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