Arbeiter demonstrieren in Heidelberg.

Mönchengladbach. Die Mitarbeiter des Druckmaschinenbauers Heidelberg Postpress wollen für den Erhalt ihres Standortes in Güdderath kämpfen. Betriebsrat Jörg Baumgarten versichert, "wir werden alles versuchen". Am Donnerstag reisen Teile der Belegschaft zu einer Kundgebung zur Konzern-Zentrale nach Heidelberg.

Der Heidelberg-Konzern hatte in der vergangenen Woche die Streichung von insgesamt 5000 Arbeitsplätzen angekündigt, nachdem die Auftragslage im Zuge der Wirtschaftskrise um 41,5 Prozent eingebrochen war.

Kündigungen sind ab Juli möglich

Der Mönchengladbacher Standort soll dicht gemacht werden. Die letzte in Gladbach verbliebene Maschinenproduktion wird nach Wiesloch verlegt. "Die Nachricht war ein Schock", sagt Baumgarten, der die Belegschaft am vergangenen Freitag über die Pläne der Firmen-Leitung informierte.

"Wir hatten im März sogar noch personelle Unterstützung aus Heidelberg bekommen. Das war eigentlich ein positives Zeichen. Wir fühlen uns jetzt als Bauernopfer."

In Mönchengladbach beschäftigt Postpress derzeit 224 Arbeiter. Da es aus dem vergangenen Jahr bereits einen Sozialplan für den defizitären Standort gibt wären von einer Auflösung noch 133 Beschäftigte betroffen. Der Konzern will den Tarifvertrag zur Zukunftssicherung zum 30. Juni kündigen. Ab Juli wären dann Kündigungen möglich. Für den April hat Postpress Kurzarbeit beantragt.

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