Tausende Fans haben nach dem Sieg gegen Ghana ausgelassen in der Stadt gefeiert. Auch mit mehreren Autokorsos. Das will die Polizei so nicht mehr hinnehmen.

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Auf der Theodor-Heuss-Straße und dem Berliner Platz starteten die Fußball-Fans einen ausgedehnten Autokorso.

Auf der Theodor-Heuss-Straße und dem Berliner Platz starteten die Fußball-Fans einen ausgedehnten Autokorso.

Theo Titz

Auf der Theodor-Heuss-Straße und dem Berliner Platz starteten die Fußball-Fans einen ausgedehnten Autokorso.

Mönchengladbach. Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft über Ghana und der damit verbundene Einzug ins Achtelfinale der Fifa WM in Südafrika hat in ganz Gladbach einen Freudentaumel ausgelöst - trotz des knappen Spielverlaufs und der streckenweise großartig aufspielenden Ghanaer. Mit dem Abpfiff ging es für die Fans der Nationalmannschaft auf die Straße. Für die Polizei der Beginn einer unruhigen Nacht. Denn mit dem Schlusspfiff starteten gleich mehrere Autokorsos mit weit über 100 Fahrzeugen.

Die Theodor-Heuss-Straße von Rheydt in die Gladbacher Innenstadt war ab 22.30 Uhr komplett dicht, der Berliner Platz kaum noch zu befahren. Ziel der Feierfreudigen waren der Alte Markt und die Aachener Straße. Wie schon bei großen Siegen der Borussia setzten sich mehrere 100 Fans auf die Straße an der Einmündung zum Alten Markt und besetzten so die Kreuzung. Die Polizei räumte schließlich die Straße, da der Verkehr in der gesamten Innenstadt zum Erliegen kam. 


In Rheydt ist in dem Freudentaumel eine Frau verletzt worden, als die riesige Deutschlandfahne gegen einen Linienbus schlug und sie daraufhin von der eigenen Fahnenstange schwer getroffen wurde.
Wie die Polizei berichtet, sei es erst gegen 1 Uhr ruhiger geworden. Insgesamt gehen die Beamten von 5000 Feiernden in der Innenstadt aus.

Auch wenn es keine Festnahmen gab, gingen der Polizei die Feiern dennoch zu weit. So habe es unter den Korsoteilnehmern sichtlich betrunkene Fans gegeben, die sich gefährlich weit aus den Autofenstern gelehnt, auf Autodächern sitzend mitgefahren oder in Cabriolets stehend durch die Stadt gerast seien. Das will die Polizei so nicht mehr dulden, kündigte sie am Donnerstagmorgen gegenüber der WZ an.

Daher will die Polizei am Donnerstagnachmittag ein neues Sicherheitskonzept für die mögliche Siegesfeier nach dem Achtelfinale gegen England am Sonntag, 16 Uhr, bekannt geben. 

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