Die dunkle Brandspur zieht sich wie eine Warnung über den Betonboden der Halle, in der die Wagen der Karnevalisten für den Zug am Veilchendienstag stehen. Unbekannte hatten zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag das Feuer gelegt, Figuren zerstört und eine Spur der Verwüstung in der Wagenbauhalle am Fleenerweg hinterlassen. Es war bereits das dritte Mal, dass Randalierer sich gewaltsam Zugang verschafft hatten. Doch zum ersten Mal legten sie Feuer – und es ist klar, dass diesmal alles viel schlimmer hätte ausgehen können.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, nach Angaben eines Polizeisprechers aber „noch keine neuen Erkenntnisse“ zu dem oder den Tätern. Nachdem die Spuren gesichert waren, haben die Karnevalisten die Lagerhalle in Lürrip so gut wie möglich gesichert. „Wir haben den Zugang verschlossen, die Elektrotore sind stillgelegt, lassen sich nur noch mit besonderen Maßnahmen öffnen“, sagt Jost Fünfstück, beim Mönchengladbacher Karnevalsverband (MKV) Fachbereichsleiter Veilchendienstag.

Bürger und Firmen zeigen viel Hilfsbereitschaft

Der Polizeipräsident habe dem MKV zugesichert, häufiger eine Streife zu schicken. Security Schmitz, die Sicherheitsfirma, die auch den Zug begleitet, macht bis zum Höhepunkt der Session verstärkt Kontrollgänge an der Halle, auch an den Wochenenden und in den Abendstunden. „Ohne zusätzliche Kosten“, wie Fünfstück betont.

Solche Hilfsbereitschaft zeigten viele Bürger, aber auch Firmen, die zum Beispiel anboten, die Installation von Überwachungstechnik zu übernehmen. Das ist die gute Nachricht nach dem Schrecken des erneuten Einbruchs. Denn für die Gesellschaften, deren Wagen von der Zerstörung betroffen sind, bedeutet das zusätzliche Arbeit, um die Wagen wieder in Ordnung zu bringen. „Es entstehen auch höhere Kosten, manche müssen ihr ohnehin knapp kalkuliertes Budget umsortieren“, sagt Fünfstück. Deshalb will der MKV organisieren, dass die Gesellschaften sich gegenseitig helfen – sowohl bei der Absicherung der Wagen als auch bei der Behebung der Schäden.

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