Bilanz der Altweiber-Feiern bis in die Nacht ist ungewöhnlich – wohl wegen des kalten Wetters.

Auch beim Veilchendienstagszug wird das Ordnungsamt kontrollieren, ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.
Auch beim Veilchendienstagszug wird das Ordnungsamt kontrollieren, ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

Auch beim Veilchendienstagszug wird das Ordnungsamt kontrollieren, ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

Auch beim Veilchendienstagszug wird das Ordnungsamt kontrollieren, ob das Jugendschutzgesetz eingehalten wird.

Mönchengladbach. Einen eher ruhigen Tag und eine ruhige Nacht hatten Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt an Altweiber. "Es gab lange nicht so viele Polizei-Einsätze wie bei anderen Festen", lautete die Bilanz eines Polizeisprechers.

Von 11 Uhr am Donnerstag bis 5.30 Uhr am Freitagmorgen zählte die Leitstelle der Polizei drei Körperverletzungen, acht Schlägereien, 18 Randale, zwölf Streitigkeiten, die zu schlichten waren, und zwei Sachbeschädigungen. Außerdem habe es "nur 15 hilflose Menschen gegeben", die aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums Unterstützung auf dem Heimweg brauchten.

Das sei für Altweiber extrem wenig, so die Polizei. Als Grund dafür, dass es "nichts Herausragendes" und bisher "keine schwerwiegenden Straftaten" im Straßenkarneval gegeben habe, wird das Wetter gesehen. "Witterungsbedingt haben wohl weniger Menschen als sonst gefeiert. In der Altstadt sei zum Beispiel deutlich weniger an feierlustigen Menschen unterwegs gewesen.

Trotzdem waren bei den karnevalsbedingten Einsätzen, die es gab, vor allem Hindenburgstraße, Kapuzinerplatz, Alter Markt sowie Stresemannstraße und - in Rheydter City-Nähe - die Odenkirchener Straße die Zielorte der Fußstreifen und Streifenwagen.

Kaum Probleme mit Alkohol bei Jugendlichen und Glasflaschen

Auch das Ordnungsamt bezeichnet in seiner Bilanz den Verlauf der Feiern als "erfreulich". Vier Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten am Donnerstag in Sachen Jugendschutz rund um den Konstantinplatz in Giesenkirchen kontrolliert. Dabei habe man festgestellt, dass die meisten Jugendlichen das Alkoholverbot beachtet hätten. Die Zahl der Verstöße habe im Vergleich zum Vorjahr "stark abgenommen". Zahlen wurden jedoch nicht genannt.

Wegen des Karnevalsumzuges und der anschließenden Erstürmung des Rathauses Rheydt am Rosenmontag werden in der Zeit von 10.30 bis 12 Uhr folgende Straßen und Plätze ganz oder teilweise für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt: Postparkplatz, Moses-Stern-Straße, Bahnhofstraße, Marienplatz, Stresemannstraße, Marktstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Hauptstraße, Limitenstraße (Zugweg). Der Verkehr wird durch die Polizei umgeleitet. Den Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, den Bereich zu meiden.

Auch mit Glasflaschen, die das Verletzungsrisiko im Trubel steigern können und deshalb zum Beispiel ganz neu in diesem Jahr im Kölner Zentrum verboten sind, gab es laut Ordnungsamt "bisher wenige Probleme". Viele Besucher hätten Plastikflaschen dabei gehabt.

Das Ordnungsamt wird auch an den weiteren Karnevalstagen, insbesondere am Veilchendienstag, mit mehreren Teams im Einsatz sein. Die Behörde mahnt Eltern, Veranstalter und Einzelhändler, Kindern und Jugendlichen weder Alkohol noch Zigaretten anzubieten.

Tabakwaren dürfen nicht an Unter-18-Jährige abgegeben werden. Branntweinhaltige Getränke und Lebensmittel (dazu zählen auch Alkopops) dürfen Jugendliche nicht trinken beziehungsweise essen. Wer beim Verteilen von Alkohol an unter 16-Jährige erwischt wird, muss mit Bußgeldern ab 500 Euro rechnen.

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