Wohnungen durchsucht, Hunderte Autos angehalten.

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Kontrollpunkt Krefelder Straße/Höhe Flughafen, Autobahn-Unterführung: Beamte schauen genau hin.

Kontrollpunkt Krefelder Straße/Höhe Flughafen, Autobahn-Unterführung: Beamte schauen genau hin.

Jörg Knappe

Kontrollpunkt Krefelder Straße/Höhe Flughafen, Autobahn-Unterführung: Beamte schauen genau hin.

Mönchengladbach. Die Polizei hat am Donnerstag den Tag über bei Razzien zur Bekämpfung der stark zugenommenen Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet mindestens zwölf Wohnungen und Häuser Verdächtiger durchsucht.

Dabei sei umfangreiches Diebesgut sichergestellt worden, sagte Polizeisprecher Jürgen Lützen. Beschlagnahmt wurde zudem einiges an Einbruchswerkzug. Ob es Festnahmen gab, sagte Lützen nicht.

In elf Monaten 806 Einbrüche

Parallel kontrollierten zahlreiche Beamte an vier Hauptstraßen Autofahrer und ihre Fahrzeuge. Hierbei gingen die etwa 100 Polizisten nach dem Zufallsprinzip vor. Das Ergebnis sei eher bescheiden gewesen, hieß es am Abend.

Anfängliche Meldungen, in Gladbach seien auch städtische Flüchtlingsunterkünfte unter die Lupe genommen worden, bestätigte Lützen nicht. Ein Stadtsprecher sagte: „Davon ist uns nichts bekannt.“

An der Aktion „Riegel vor im Rheinland“ beteiligten sich Hunderte Beamte in mehreren Städten. Der Auslöser: Kriminalpolizeiliche Ermittlungen hatten zu der Erkenntnis geführt, dass Einbrüche teilweise auf reisende, südosteuropäische Täterbanden zurückzuführen sind. Und die wiederum würden bevorzugt in Asylbewerber-Häusern vorübergehend untertauchen.

Dass die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche in Gladbach gestiegen ist, bestätigt Lützen. Von Januar bis November 2012 wurden 806 Fälle angezeigt, im Jahr zuvor 757. Im Halbjahresvergleich 2011/2012 waren es 10,4 Prozent mehr. Bei Fragen informiert die Polizei: MG 292020. ba.-

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