So sehr die Mönchengladbacher bei der Kommunalwahl auch ihre Hoffnung auf die SPD gesetzt hat, bei der Bundestagswahl hört für sie der Spaß auf. Mönchengladbach wählt wieder mehrheitlich CDU.

Aber die beiden großen Parteien verlieren, die kleinen, vor allem die FDP, gewinnen. Das liegt im Bundes-Trend, sollte dem Gewinner des Direkt-Mandats, Günter Krings (CDU), aber trotzdem zu denken geben. Er war in der leichtesten Start-Position aller Bundestagskandidaten bei dieser Wahl. Er hatte vier Jahre lang Zeit, in Berlin Politik für seine Stadt zu machen. Wenn er nun Stimmen verloren hat, fällt das ins Gewicht, auch wenn es nur ein einstelliger Verlust ist.

Sein stärkster Mitbewerber, Hermann-Josef Krichel-Mäurer (SPD), hatte es als Anfänger auf diesem Parkett wesentlich schwerer. Ihn dürfte das Minus von 11,1Prozentpunkten im Vergleich zu seiner SPD-Vorgängerin Hildegard Wester schmerzen. Aber er hat sich für seine erste Kandidatur dieser Art ein wirklich hartes Jahr ausgesucht. Die Große Koalition, vor allem die SPD, sind abgestraft worden.

Noch einmal mehr als jemals zuvor hat allerdings die Politik im Allgemeinen verloren. Denn jeder dritte Wähler in Mönchengladbach ist gar nicht erst an die Urne gegangen.

 

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