An der Hohenzollernstraße machen die Grünen auf Pläne der Stadt aufmerksam.

Uli Laubach, Winfried Schulz und Monika Halverscheid (v.l.) hängen Plakate auf.
Uli Laubach, Winfried Schulz und Monika Halverscheid (v.l.) hängen Plakate auf.

Uli Laubach, Winfried Schulz und Monika Halverscheid (v.l.) hängen Plakate auf.

Siemes

Uli Laubach, Winfried Schulz und Monika Halverscheid (v.l.) hängen Plakate auf.

Mönchengladbach. Die Schrift ist unübersehbar für jeden Fußgänger oder vorbeifahrenden Autofahrer: "Ich soll weg!", steht auf den Plakaten, die Bündnis 90/ Die Grünen an einigen Bäumen entlang der Hohenzollernstraße aufgehängt hat. Schon gibt es die erste Reaktion einer Passantin: "Wo kann ich unterschreiben?", fragt eine Dame bei Ratsherr Uli Laubach nach.

Die Bündnisgrünen haben damit ein Ziel ihrer Plakatierungsaktion erreicht: "Die meisten Anwohner wissen noch gar nichts von den Plänen der Stadtverwaltung. Mit den Plakaten wollen wir sie in Kenntnis setzen", sagt Laubach.

Bündnis 90/Die Grünen wehrt sich dagegen, dass 18 Platanen und Linden auf der Hohenzollernstraße gefällt werden sollen. Laut NVV gefährden ihre Wurzeln die Gas-Hochdruckleitungen.

Die rund 30 Jahre alten Baumriesen sind kerngesund

"Die Gasleitungen können verlegt werden, die Baumriesen bleiben erhalten", sagt Grünen- Ratsherr Winfried Schulz. Die Platanen seien im Schnitt 30 bis 40Jahre alt und kerngesund. Außerdem seien die Gasleitungen dort verlegt worden, als die Bäume schon standen.

Das wichtigste bündnisgrüne Argument gegen die Fällung der Linden und Platanen: "Wenn die neuen EU-Richtlinien in Kraft treten, gibt es knallharte Messwerte für Lärm und Feinstaub, die nicht überschritten werden dürfen", sagt Schulz.

Besonders die Platanen absorbierten in hohem Maße den Feinstaub in der Luft. Sind die Bäume erst einmal weg, dauere es bis zu 30 Jahre, bis die Neupflanzungen in gleicher Weise für frische Luft sorgen könnten.

Rund 130.000 Euro kostet es nach Auskunft der NVV, die Gasleitungen zu verlegen - eine Summe, die gegen den Nutzen der alten Bäume als Feinstaubfilter aufgerechnet werden müsse, sagt Ratsfrau Monika Halverscheid: "Die Qualität, die sie für die Straße und die gesamte Stadt haben, ist letzt endlich nicht messbar", so die Bündnisgrüne.

Die Planungen über die Zukunft der 18 Baumriesen sind erst einmal in den Bau- und Planungsausschuss verwiesen worden.

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