Bei einem Aktionstag informierte die Agentur über Gesundheitsberufe und telefonierte Unternehmen auf der Suche nach weiteren Lehrstellen ab.

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Berufsberater Andreas Milka (l.) hilft Markus Greven.

Berufsberater Andreas Milka (l.) hilft Markus Greven.

Berufsberater Andreas Milka (l.) hilft Markus Greven.

Mönchengladbach. Noch sind lange nicht alle Ausbildungsplätze vergeben. Bewerben lohnt sich. Darauf wollte die Agentur für Arbeit am Donnerstag aufmerksam machen und lud ins Medicentrum an der Dahlener Straße, um am bundesweiten "Tag der Ausbildung" speziell über die Berufe im Gesundheitswesen zu informieren.

Einer der Besucher der kleinen Messe war Markus Greven. Er möchte zwar nicht im medizinischen Bereich arbeiten, sondern Berufsberater werden. Aber auch danach konnte er Andreas Milka fragen, der für die Agentur für Arbeit an diesem Nachmittag als eben solcher für alle Fragen offen ist.

Der 18 Jahre alte Markus Greven besucht die Handelsschule. "Damit kannst Du bei uns nur zum Fachangestellten für Arbeitsförderung ausgebildet werden", gibt Milka Auskunft darüber, dass Berufsberater an der Fachhochschule in Mannheim studieren müssen.

Milka ist mit dem Zulauf an seinem Stand zufrieden. "Ich habe zehn Beratungsgespräche in einer Stunde geführt." Am Stand der Krankenkasse AOK stehen sich die fünf Mitarbeiter die Beine in den Bauch. Sie haben Infos zur Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten zu bieten und haben Agnieszka Mordacik im Schlepptau, die vor einem Jahr als Azubi angefangen hat.

"Vorher hatte ich eine Ausbildung zur Fremdsprachenassistentin abgebrochen. Fremdsprachen waren nicht das Wahre für mich", erinnert sich Mordacik. Nach einem Praktikum bei der AOK war sie sicher, endlich das Richtige gefunden zu haben.

Das Medicentrum als größtes Facharztzentrum in NRW wird in diesem Jahr 16Lehrstellen neu besetzen, sechs sind noch frei, berichtet Hennig Krolle, Orthopäde vor Ort. Zuerst sollten es nur 15 Stellen sein, aber ein Urologe will einen Azubi aufnehmen.

Auf mehr Entscheidungen wie diese hoffen die Mitarbeiter der Agentur durch ihren Aktionstag. "Unsere Mitarbeiter haben viele hundert Betriebe angerufen und nachgefragt", sagt die operative Geschäftsführerin der Agentur, Doris Schillings. 2578 Lehrstellen wurden ihr gestern gemeldet. 30 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei den Bewerbern gibt es ein Minus von zwölf Prozent, die Zahl sank auf 3200. Unversorgt sind noch 1780 junge Leute.

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