Mutter und Kind werden auch nach Hause gebracht.

Das Storchen-Taxi fährt – dank Taxi-Unternehmer Michael Kiesewalter, Dr. Ralf Dürselen, Thomas Lamparter und Malitta Kiesewalter (v.l.) .
Das Storchen-Taxi fährt – dank Taxi-Unternehmer Michael Kiesewalter, Dr. Ralf Dürselen, Thomas Lamparter und Malitta Kiesewalter (v.l.) .

Das Storchen-Taxi fährt – dank Taxi-Unternehmer Michael Kiesewalter, Dr. Ralf Dürselen, Thomas Lamparter und Malitta Kiesewalter (v.l.) .

Knappe

Das Storchen-Taxi fährt – dank Taxi-Unternehmer Michael Kiesewalter, Dr. Ralf Dürselen, Thomas Lamparter und Malitta Kiesewalter (v.l.) .

Mönchengladbach. Einen neuen Service bietet das Krankenhaus Neuwerk für werdende Mütter. Sie können sich vom Taxi kostenlos zur Entbindung und später - mit Kind - wieder nach Hause bringen lassen.

"Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Fahrt zur Klinik für junge Familien ganz schön stressig ist", sagt Jan Schlenker, Geschäftsführer im Krankenhaus "Maria von den Aposteln". "Da passieren die tragischsten Unfälle", berichtet Dr. Ralf Dürselen, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, von einer Untersuchung des ADAC.

"Manchmal ist auch niemand da, der diesen Transport übernehmen könnte", sagt Schlenker. Da die Geburt in einem Zeitraum von einer Woche vor und nach dem errechneten Termin liegen kann, ist es für angehende Väter oft kaum möglich, sich so lange Urlaub zu nehmen.

Schlenker rechnet damit, dass auf Dauer 30 Prozent der Mütter da Storchen-Taxi in Anspruch nehmen werden und Kosten von 4000 bis 6000 Euro im Jahr entstehen. "Das können wir nicht genau kalkulieren." Eine Gegenfinanzierung durch die Krankenkassen gibt es nicht.

"Es ist gut, wenn die jungen Eltern schon bei der Kreißsaal-Besichtigung den Flyer mit der Telefonnummer bekommen, der im Fall der Fälle für einen sicheren Transport sorgt", sagt Dürselen. Auch seine Klinik hat einen Zuwachs an Geburten zu verzeichnen. "Wir kommen in diesem Jahr sicher über die 1000."

Hebamme klärt, ob nicht doch der Rettungswagen besser wäre

Unter der Telefonnummer MG 6880 erreicht man über die Zentrale des Krankenhaus Neuwerk den Kreißsaal. "Die Hebamme klärt ab, ob das Taxi noch geht, sagt Dürselen, "oder der Rettungswagen ansteht, wenn beispielsweise die Wehen zu schnell hintereinander kommen oder Blutungen bestehen."

Auch wenn die schönste Geburt, an die er sich erinnern kann, in einem Taxi stattfand - "die war schnell und einfach, optimal von der Natur eingerichtet". Anschließend waren alle glücklich. "Nur der Taxifahrer nicht."

Den Transport übernehmen die 19 Wagen des Taxiunternehmers Michael Kiesewalter. Seine Wagen sind mit speziellen Haltevorrichtungen ausgestattet, die die speziellen - von Mercedes Lamparter gesponserten - Kindersitze optimal sichern. Die Wagen sind zwar alle mit Handschuhen und Desinfektionsmitteln ausgestattet, aber die Fahrer nicht speziell geschult.

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