Über das Reme-Gelände und acht weitere Flächen entscheidet man in Düsseldorf.

Die Gebäude auf dem Reme-Gelände sind seit Jahren baufällig.
Die Gebäude auf dem Reme-Gelände sind seit Jahren baufällig.

Die Gebäude auf dem Reme-Gelände sind seit Jahren baufällig.

Knappe

Die Gebäude auf dem Reme-Gelände sind seit Jahren baufällig.

Mönchengladbach. Ein Teil des früheren Reme-Geländes am Fleenerweg in Lürrip und ein Paket aus acht Flächen, auf denen einst Tankstellen und chemische Reinigungen angesiedelt waren, stehen in der Dringlichkeitsliste mit dem Titel „Gefährdungsabschätzung und Sanierung von Altlasten 2012“, die vom Regionalrat beschlossen worden ist. Das teilten am Montag die Gladbacher CDU-Regionalratsmitglieder Hans Wilhelm Reiners und Michael Schroeren mit.

420 000 Euro soll es Kosten, die Belastung abzuschätzen

Für das Abschätzen der Gefahren auf allen neun verseuchten Arealen wurde von der Stadt, die den Bedarf Ende des Jahres beim Regionalrat angemeldet hatte, ein Kostenvolumen von rund 420 000 Euro angesetzt. Davon sind allein 300 000 Euro für das Reme-Gelände festgehalten. Die restlichen 120 000 teilen sich etwa zur Hälfte auf die Tankstellen und Reinigungen auf.

Als Nächstes muss die Bezirksregierung Düsseldorf darüber entscheiden, welche Maßnahmen tatsächlich von ihr gefördert werden sollen. „Das sind im Schnitt immer zwischen 60 und 70 Prozent der angemeldeten Punkte“, sagt Stadtpressesprecher Walter Schröders, „deshalb können wir nicht davon ausgehen, dass wir für alle neun Mönchengladbacher Projekte Geld bekommen können. Bisher sind auch noch keine Förderanträge gestellt. Das geht erst, wenn die Bezirksregierung sich abschließend entschieden hat. Von den Förderungen, die bewilligt werden, übernimmt das Land 80 Prozent. Den Rest muss die Stadt aufbringen.

„Verunreinigungen des Bodens oder des Grundwassers müssen wirksam bekämpft werden, damit von ihnen keine Gefahren ausgehen“, sagt Schroeren. Reiners ergänzt: „Ein Altlastenverdacht führt zum Wertverlust eines Grundstücks, so dass spätestens bei Nutzungsänderung oder Verkaufsabsicht Klarheit über den Zustand des Grundstücks bestehen sollte.“

In der Vergangenheit hatte es auf dem Reme-Gelände, das der Stadtentwicklungsgesellschaft gehört, immer wieder gebrannt. Deshalb wird derzeit entrümpelt, um die Gefahr von Bränden zu verringern. Ein Gebäudekomplex wurde aus dem gleichen Grund bereits abgerissen.

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