SPD will sich am Montag festlegen. CDU befragt ihre Mitglieder.

Mönchengladbach. Vieles spricht derzeit dafür, dass Schwarz-Rot im neuen Stadtrat das Sagen haben wird. Beide verfügen über insgesamt 42 Sitze, wobei die CDU 23 im Kommunalparlament mit insgesamt 66 Politikerinnen und Politikern hat.

Während die CDU am Montag Abend in einer Kreisvorstandssitzung erste Weichen stellen will, gibt es beim kleinen Parteitag der SPD ebenfalls eine erste Vorentscheidung in Sachen Koalition. Im Oktober - der genaue Termin steht wohl noch nicht fest - sollen die CDU-Mitglieder per Basisentscheid sagen, was sie wollen.

Am vergangenen Donnerstag hatten sich SPD, FDP und Bündnis-Grüne in einer gemeinsamen Runde nicht auf eine Ampel-Koalition einigen können. Hier seien FDP und SPD den Grünen "schon sehr weit" entgegengekommen, heißt es.

Eine bürgerliche Kooperation aus CDU, FDP (sieben Sitze) und FWG (4) war bereits vor Tagen gescheitert. Die FWG hatte das von CDU/FDP geforderte Koalitionspapier mit festen Absprachen abgelehnt. FWG-Chef Erich Oberem erklärte später, die FDP und die CDU hätten wie bisher weitermachen wollen. "Das lehnen wir ab".

Sollte es zu Schwarz-Rot kommen, würde die SPD die frei werdende Stelle des Stadtkämmerers besetzen wollen. Die Wahlzeit von Stadtfinanzchef Bernd Kuckels (FDP) läuft bekanntlich in wenigen Monaten ab. Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) hat vor den Kommunalwahlen ein schwarz-rotes Bündnis favorisiert. Allerdings gibt es dagegen (noch) erhebliche Widerstände in der SPD-Basis.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer