Für das Areal der ehemaligen Tankstelle ist ein Projekt mit 18 Wohnungen und eigenem Lebensmittelgeschäft geplant.

Für das Areal der ehemaligen Tankstelle ist ein Projekt mit 18 Wohnungen und eigenem Lebensmittelgeschäft geplant.
Der städtische Bau- und Planungsdezernent Gregor Bonin sieht in dem Bauvorhaben ein Vorzeigeprojekt: Es sei ein gutes Beispiel dafür, wie begehrter innerstädtischer Raum weiter zu verdichten ist.

Der städtische Bau- und Planungsdezernent Gregor Bonin sieht in dem Bauvorhaben ein Vorzeigeprojekt: Es sei ein gutes Beispiel dafür, wie begehrter innerstädtischer Raum weiter zu verdichten ist.

Jana Bauch

Der städtische Bau- und Planungsdezernent Gregor Bonin sieht in dem Bauvorhaben ein Vorzeigeprojekt: Es sei ein gutes Beispiel dafür, wie begehrter innerstädtischer Raum weiter zu verdichten ist.

Wer vor einigen Jahrzehnten mit dem Auto über die Viersener Straße ab Wasserturm stadtauswärts fuhr, durfte zwischen zwei Tankstellen wählen: links die Esso-, dann rechts die Aral-Tankstelle. Die beiden innerstädtischen Zapfstellen sind längst Geschichte. Die frühere Tankstelle an der Ecke Viersener Straße /Schürenweg ist heute ein Backhaus. Dort, wo sich die andere direkt an der Viersener Straße befand, wird ein Wohn- und Geschäftshaus mit Lebensmittelmarkt und 18 Wohnungen entstehen. Der Gladbacher Architekt Burkhard Schrammen plant das Projekt. Er rechnet mit einem Baubeginn Ende 2018, Anfang 2019 und geht von einer 20-monatigen Bauzeit aus.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Nord legte die Verwaltung ein städtebauliches Konzept für das Gebiet vor. In der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Dienstag, 6. März, wird das Projekt dann erneut Thema. Da die Bürgeranhörung bereits 2015 war, könnte es aber nicht lange dauern, bis mit Abriss und Neubau begonnen werden kann. Das Wohngebiet im Umfeld des markanten Wasserturms ist wegen seiner Nähe zum Zentrum, seiner qualitätsvollen Bausubstanz und der Nähe zur attraktiven Parklandschaft des Bunten Gartens ein begehrter Wohnstandort, auf dem mehr als 4000 Menschen pro Quadratkilometer leben. Mehrere Gebäude, die im Wesentlichen im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert beiderseits der Viersener Straße entstanden sind, stehen unter Denkmalschutz, unter anderem das Nachbarhaus Viersener Straße 147.

Die Wohnungen sollen zwischen 40 und 110 Quadratmeter messen

In den vergangenen Jahren sind zu den bestehenden Geschäften zwischen Wasserturm und Franziskus-Krankenhaus einige neue – unter anderem für Bekleidung und Backwaren – hinzugekommen. Der geplante Lebensmittelmarkt im Erdgeschoss mit einer Größe von etwa 1250 Quadratmetern soll die Nahversorgung sichern, ein Discounter soll hier nicht einziehen. Für die beiden Obergeschosse über dem Laden sind Praxisräume und Büros vorgesehen.

Die 18 Wohnungen werden Größen zwischen 40 und rund 110 Quadratmetern haben. Das gesamte Vorhaben bekommt eine Tiefgarage, die von der Bebericher Straße aus angefahren wird. Es sind 95 Stellplätze vorgesehen, sodass auch einige an Wohnungseigentümer außerhalb des Plangebiets vermietet werden könnten. Die bestehenden Garagen im Innenbereich verschwinden: Hier werden Parkflächen für den Lebensmittelmarkt entstehen. Die Kunden werden sie über eine Durchfahrt von der Viersener Straße aus erreichen.

Bevor der Bau beginnt, muss noch ein unterirdischer Öltank weichen

Altlasten gibt es auf dem ehemaligen Tankstellengelände keine mehr, weil bereits 2002 belasteter Bodenaushub und Bauschutt entsorgt wurde. Lediglich ein unterirdischer Heizöltank mit 3000 Liter Fassungsvermögen muss entfernt werden. „Das macht jedoch keine Probleme“, sagt Architekt Schrammen. Auch stadtökologisch werden Akzente gesetzt: Flachdächer im Innenbereich werden begrünt, Trockenrasen und Sträucher sind vorgesehen. Mehrfach hatten Naturschützer von BUND und Nabu gefordert, bei Neubauten mehr Wert auf begrünte Dächer zu legen.

Für Bau- und Planungsdezernent Gregor Bonin ist es ein Vorzeigeprojekt, das Modellcharakter für andere Mönchengladbacher Stadtteile haben kann. „So sorgen wir für eine nachverdichtete Bebauung in einem Kerngebiet. Und mit dem Lebensmittelgeschäft für eine Nahversorgung. Es ist fest in eine Wohnbebauung integriert. Dieses Konzept kann Vorbild werden.“

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