Im Familienzentrum „Stadtoase“ werden Klein und Groß angesprochen.

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Die „Stadtoase“ an der Pestalozzistraße ist eines von elf Familienzentren in Mönchengladbach.

Die „Stadtoase“ an der Pestalozzistraße ist eines von elf Familienzentren in Mönchengladbach.

Siemes

Die „Stadtoase“ an der Pestalozzistraße ist eines von elf Familienzentren in Mönchengladbach.

Mönchengladbach. Familienzentrum. Schon der Name der Institution gibt vor, wer hier im Mittelpunkt steht: die ganze Familie. Für das Familienzentrum "Stadtoase" an der Pestalozzistraße in Rheydt bedeutet das nicht nur Förderung und Unterstützung von Familien, man will alle Familienmitglieder ansprechen.

Dabei wird oft deutlich, dass schon ganz kleine Dinge eine ganz große Bedeutung für Familien haben können. Da wäre z.B. das Vorlesen: "Längst nicht in allen Familien gibt es heute Bilder- oder Kinderbücher. Durch unsere kleine Bibliothek können Kinder welche kennen lernen und Eltern lernen wieder, wie wichtig es ist, vorzulesen", erklärt die Leiterin der Einrichtung, Clarissa Corradi.

Wichtig ist für die Mitarbeiter, auf die Familien zuzugehen

Doch egal, was bei den verschiedenen Angeboten im Familienzentrum vermittelt werden soll, wichtig ist allen Mitarbeitern, dass nicht mit dem erhobenen Zeigefinger gearbeitet wird. "Die Angebote in einem Familienzentrum müssen niederschwellig sein, das heißt auf der einen Seite nahe bei der Einrichtung und kostenarm. Andererseits bedeutet das für uns auch, nicht einfach etwas vorzusetzen, sondern vorsichtig aufeinander zuzugehen."

Das zeigt sich zum Beispiel beim Frauenfrühstück, bei dem auch Mitarbeiterinnen vom Sozialen Dienst anwesend sind. "Da können dann alle Mütter und auch Großmütter sehen, dass dahinter ganz normale Menschen stecken. Ansonsten ist beim Stichwort Sozialer Dienst oder Jugendamt ganz viel Hemmung im Spiel. Die ist dabei auf jeden Fall abgebaut worden", berichtet Dirk Lehnen, Mitarbeiter der Stadtoase und Koordinator der Familienzentren in Mönchengladbach.

Das Konzept geht auf: Gleich, ob Sprachkurse, Kochgruppen oder Beratungsmöglichkeiten, alles werde gut angenommen, so dass Corradi im Familienzentrum ein übergreifendes Netzwerk sieht: "Fachkräfte von außerhalb, unsere Mitarbeiter, Eltern und Kinder fühlen sich eng mit dem Zentrum verbunden. Vom Baby bis zur Oma sind bei uns eigentlich alle angesprochen"

1,5 Millionen werden für den Ausbau der Familienzentren bereitgestellt.

Aktuell gibt es elf Familienzentren in der Stadt, acht weitere sind in der Planung. 41 sollen bis 2012 eingerichtet sein.

Gerade von denen, die ein solches Familienzentrum mitgestalten wollen, fordert dies aber eine Menge Kraft: "Das geht teilweise über die Grenzen der Belastbarkeit. Denn mehr Personal gibt es nicht. Und die Mittel sind einfach begrenzt," sagt Lehnen. Trotzdem lohne sich seiner Meinung nach der Einsatz. Lehnen freut sich, dass vom Konjunkturpaket II auch Mittel für Familienzentren bereit gestellt werden.

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