Die Summe fließt in die neue Zentrale des IT-Dienstleisters an der Madrider Straße.

Die Summe fließt in die neue Zentrale des IT-Dienstleisters an der Madrider Straße.
So soll der Neubau an der Madrider Straße aussehen. Im ersten, spätestens aber im zweiten Quartal 2018 soll er bezugsfertig sein. Visualisierung: Netpoint

So soll der Neubau an der Madrider Straße aussehen. Im ersten, spätestens aber im zweiten Quartal 2018 soll er bezugsfertig sein. Visualisierung: Netpoint

So soll der Neubau an der Madrider Straße aussehen. Im ersten, spätestens aber im zweiten Quartal 2018 soll er bezugsfertig sein. Visualisierung: Netpoint

Vielleicht, sagt Jürgen Peeters scherzhaft, plant er ja auch noch einmal völlig um. Bis jetzt ist von seinem Neubau an der Madrider Straße nämlich nur die Bodenplatte fertig. „Wir könnten dort alternativ auch einfach ein großes Parkhaus hinsetzen“, sagt der Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Netpoint. Anfragen zu den im Zuge des Neubaus entstehenden Stellplätzen gebe es aus der künftigen Nachbarschaft nämlich schon reichlich, der Parkplatznot im Nordpark sei Dank.

Doch zu dieser Umplanung wird es nicht kommen. Und das Unternehmen wird die Stellplätze mit ziemlicher Sicherheit auch selber benötigen. Denn es hat sich wachstumsbedingt für das Neubauprojekt entschieden, das für einen Mittelständler alles andere als selbstverständlich ist. „Wir haben mit der Stadt Viersen gesprochen, auch nach Bestandsimmobilien im Bereich Münchheide geschaut“, sagt Peeters. „Aber der Nordpark ist mittlerweile ein Prestigeobjekt, da kann man nichts falsch machen.“ Zumal die engmaschige, gute Betreuung seitens der Wirtschaftsförderung die Standortentscheidung am Ende sehr leicht gemacht habe.

Bis dato sitzt das 1993 gegründete Unternehmen an der Korschenbroicher Straße, zusätzlich wurde eine Büroetage an der Monschauer Straße angemietet. Vor gut zwei Jahren sei das Platzproblem akut geworden, berichtet Peeters. „Da erhielten wir Aufträge, die Projektteams in unseren eigenen Räumen banden, anstatt beim Kunden.“ Im Dezember 2016 war nun Baustart, in etwa einem Jahr soll der Neubau bezugsfertig sein. 2,3 Millionen Euro werden für den Kauf der 3150 Quadratmeter großen Fläche und den Bau investiert. Die Nutzfläche wird rund 1600 Quadratmeter auf drei Etagen plus Staffelgeschoss betragen, rund das Dreifache des bisherigen Platzes. Eventuell soll ein Teil davon, als Wachstumsreserve, zunächst vermietet werden. Mit rund 85 Mitarbeitern ist das Unternehmen derzeit unterwegs, „und es wird weiteres Wachstum geben“, sagt Peeters.

„Wir unterscheiden uns von vielen Mitbewerbern dadurch, dass wir mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern arbeiten.“

Jürgen Peeters, Geschäftsführer Netpoint

Netpoint stellt ein breites Angebot an IT-Dienstleistungen für Unternehmen bereit – von Planung, konzeptioneller Beratung und Umsetzung bis hin zum Support, sowohl vor Ort als auch vom Service-Desk aus. Eine Rundum-Betreuung quasi. „Wir unterscheiden uns von vielen Mitbewerbern dadurch, dass wir mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern arbeiten“, sagt Peeters. Und die arbeiteten beispielsweise nicht lediglich Fragenkataloge ab, sondern hätten entsprechende IT-Ausbildungen. Netpoint bildet auch selber aus, wurde 2014 von der IHK Mittlerer Niederrhein als einer der besten Ausbildungsbetriebe gekürt. Vom regionalen Mittelstand für den regionalen Mittelstand, so lässt sich das Credo umreißen. Etliche Kunden, die ihre IT nach Fernost ausgelagert haben, seien mittlerweile dabei, diese Entscheidungen zu revidieren, sagt Prokurist André Schlickmann – dieses Spiel habe man nie mitgespielt.

Nur einmal ist Netpoint einem Kunden gefolgt – ThyssenKrupp Nirosta war das seinerzeit, und der Weg führte nach Mobile, Alabama, USA. Dort hat das Unternehmen bis heute eine autarke Niederlassung mit 19 Mitarbeitern, die mittlerweile auf dem gesamten amerikanischen Markt aktiv sind. Auch ansonsten zeugt die Kundenliste davon, dass es sich bei Netpoint um einen veritablen „Hidden Champion“ handelt: Cewe, Edeka, Ergo, Generali, Hewlett-Packard, Nestle, Netto und Vodafone sind dort unter anderem aufgeführt. „Es gibt wenige Unternehmen in unserer Größenordnung, die international so unterwegs sind, derart tiefgehendes Know-how haben und dabei ein bezahlbares Preis-Leistungs-Verhältnis bieten“, sagt Schlickmann.

Der Nordpark wird mit dem Neubauprojekt etwas mittelständischer – neben zahlreichen Großprojekten oder Neuansiedlungen großer Namen wie Van Laack, Santander und Teleperformance wird der Firmenmix dadurch noch etwas würziger.

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