Mönchengladbach. Die Beatmungspflegestation Pixbusch der Kliniken Maria Hilf ist zum zweiten Mal vom Medizinischen Dienst (MD) auf ihre Qualität geprüft worden. Nach einem "mangelhaft" 2009 hat die Einrichtung von den Prüfern diesmal die Note "gut" erhalten.

Ende vergangenen Jahres hatten der Geschäftsführer der Kliniken, Joachim Püllen, und Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der städtischen Sozial-Holding, den MD scharf für seine Noten-Praxis kritisiert. "Man kann nicht zwei Monate nach Eröffnung anrücken und die Note fünf in die Öffentlichkeit posaunen", hatte Wallrafen-Dreisow gesagt. Püllen monierte, wie ein MD schlechte Noten wegen angeblich mangelnder sozialer Betreuung vergeben und Skatrunden für bettlägerige Patienten vorschlagen könne.

Die Kliniken beantragen die erneute Prüfung durch Medizinischen Dienst

Die Verantwortlichen in den Kliniken beantragen eine Wiederholungsprüfung. Ein Jahr nach der Eröffnung habe sich "vieles bewegt und verändert". "Wir haben eine schöne Entwicklung festgestellt. Es hat sich ein Gemeinschaftsleben entwickelt", berichtet die Pflegedienstleiterin Britta Gruhn. Statt wie zu Beginn fünf schwer kranke Lungenpatienten, seien derzeit elf "sehr fitte Bewohner, die auch aufgrund der Pflege mobiler geworden sind", zusammen Fußball schauen oder kochen. Was die vom MD bemängelte Dokumentation der Pflege angehe, habe man auf ein anderes System umgestellt und die Mitarbeiter nachgeschult. ok

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