Die Altlasten-Sanierung auf dem Gelände des Textilbetriebs soll 1,7 Millionen Euro kosten. Auch die Wickrather können hoffen.

Mönchengladbach. Mit dem Stadthaushalt 2012, der nächste Woche Mittwoch lediglich von der regierenden Ampel aus SPD, FDP und Bündnis-Grünen gebilligt wird, soll es auch bei der „Mülforter“ vorangehen. Das riesige Areal der ehemaligen Zeugdruckerei an der Duvenstraße gehört bekanntlich mittlerweile der Stadttochter EWMG. Die will das rund 60 000 Quadratmeter-Areal für mittlere und kleine Betriebe aufbereiten.

Was nach dem aufwändigen Abriss die Altlasten-Sanierung (chemische Rückstände usw.) als weiteren Schritt bedeutet. In diesem Jahr sind dafür 540 000 Euro vorgesehen – bei Gesamtkosten von mindestens 1,7 Millionen Euro. Erstattet vom Land werden der Kommune hier etwa 1,3 Millionen Euro.

Schaper: Übergangsheime schnell schließen

Der Hauptausschuss billigte neben weiteren im Etat 2012 finanzierten Projekten (WZ berichtete) auch die Sanierung des Wickrather Kreuzherrenklosters. Nicht nur die Fenster des Denkmals sind marode. 736 000 Euro sind nötig, die ehemals feine Adresse der Kreuzherren einigermaßen salonfähig zu machen. 2012 und 2013 muss die Stadt 118 000 Euro selbst zahlen, der überwiegende Teil wird aus Düsseldorf erwartet. Der Zuschussantrag sei gestellt, die (positive) Nachricht steht aus. Folglich weiß keiner genau, ob in diesem Jahr die Handwerker anrücken.

Abgelehnt wurde der Antrag der Linken, die „Isolationsheime“ Luisental und Eickener Straße zu schließen. Die Übergangsheime für Migranten ermöglichten keine Integration. Die Unterbringung der Flüchtlinge auf dem „normalen Wohnungsmarkt“, so Ratsherr Helmut Schaper, sei billiger. Das zeigten Beispiele anderer Städte.

Das von der FWG geforderte Gutachten für die städtische Wirtschaftsförderung WFMG wird es nicht geben. So ein Strategiepapier, das aufzeigen soll, was die Wirtschaftsförderer zu tun und zu lassen haben, sei für unter 200 000 Euro nicht zu kriegen, sagte SPD-Fraktionschef Lothar Beine. Die CDU sprach von „verbranntem Geld“. Die WFMG leiste gute Arbeit, was nicht bedeute, dass man sich ausruhen dürfe. Möglich müsse auch der verstärkte Einsatz „eigener Experten im Haus“ sein.

Im städtischen Haushalt 2012 fehlen aktuell 116 Millionen Euro. 2018 soll es einen in Ein- und Ausgaben ausgeglichenen Stadthaushalt geben – durch den Stärkungspakt, der insgesamt dreistellige Millionen-Hilfen des Landes vorsieht, der aber gleichzeitig mit einer Laufzeit bis 2020 zweistellige Millionen-Streichungen verlangt.

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