Zum Volkstrauertag kamen viele Besucher am Hochkreuz auf dem Hauptfriedhof zusammen.

Mönchengladbach. „Der Mensch ist erst tot, wenn niemand mehr an ihn denkt“, erinnert Sophie Cymorek an das berühmte Zitat Bertolt Brechts. „Deshalb müssen wir erinnern und erinnert werden“, sagt die Schülerin des Hugo-Junkers-Gymnasiums. Sie und ihr Mitschüler Niklas Harwig hielten vor dem Hochkreuz auf dem Mönchengladbacher Hauptfriedhof an der Peter-Nonnenmühlen-Allee eine Gedenkrede zum Volkstrauertag.

Seit Jahren engagieren sich Schüler des Gymnasiums am Volkstrauertag und heben zwei Sonntage vor dem ersten Advent die Bedeutung des Trauertages für die heutige Jugend hervor. Unter musikalischer Begleitung des Bläserensembles der Duiser Blasmusik gedenken auch Reinhard Gorski, evangelischer Militärdekan aus Düsseldorf, sowie Oberst Holger Voß der Gefallenen beider Weltkriege.

Getrauert wird nicht nur um die Gefallenen und Opfer des eigenen Landes, sondern auch um die Leidtragenden von Kriegen, die erst kurz zurückliegen oder noch andauern. „Um Millionen Menschen, die bei der Flucht aus ihrem Land ums Leben gekommen und die Ermordeten, die als Kollateralschaden zwischen die Fronten geraten sind“, sagt Oberst Holger Voß, Standortältester in der Vitusstadt.

Nach der Kranzniederlegung vollzieht Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners die Totenehrung – als Kreisverbandsvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge für ihn auch ein persönliches Anliegen.

Die ehrenamtlichen Mitglieder pflegen die Gräber der Gefallenen und bemühen sich um die Identifizierung der Toten, um den Hinterbliebenen Gewissheit zu geben. Stellvertretend für die Schüler des Hugo-Junkers-Gymnasiums wurden Sophie Cymorek und Niklas Harwig Anfang des Monats vom Verein für ihren Einsatz für Frieden und Aussöhnung ausgezeichnet.

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