Beim Frühjahrsputz waren am Samstag etwa 2000 Helfer im Einsatz für eine saubere Stadt.

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Mit einem über 50 Jahre alten Trekker starteten GHTC-Mitglieder die große Aufräumaktion.

Mit einem über 50 Jahre alten Trekker starteten GHTC-Mitglieder die große Aufräumaktion.

Der Kleingartenverein Vogtsgarten räumte seine Anlage auf.

Die GEM holte den Müll an den Sammelstellen ab.

Ilgner (2), Raupold, Bild 1 von 3

Mit einem über 50 Jahre alten Trekker starteten GHTC-Mitglieder die große Aufräumaktion.

„Hier! Wir haben einen Zaun!“, brüllt ein Junge, während er mit vier Freunden eine riesige Rolle Kaninchendraht die Stufen zwischen Haus Erholung und Stiftisch-Humanistischem Gymnasium hochschleppt. Unter Anleitung von Lehrerin Claudia Busenius-Pongs sind rund 40 Schüler der Klassen 5, 6 und 7 des Gymnasiums am Samstagvormittag im Hans-Jonas-Park und helfen, die Grünflächen von jeglichem Müll zu befreien. Sie machen mit beim Frühjahrsputz. „Besonders schlimm ist, was man so rund um den Spielplatz im Park findet. Da liegen Spritzen und Scherben, da sollten keine Kinder spielen“, sagt Niels Kirschke. Der Oberstufenschüler hat sich gemeinsam mit drei Elternteilen bereiterklärt, die Aufsicht für die Aufräum-Aktion der Schüler zu übernehmen.

Kaputte Glasflaschen, wie man sie immer wieder auf Spielplätzen oder Grünstreifen sieht, sind auch in der Kleingartenanlage Vogtsgarten in Rheindahlen ein großes Problem. „Wir haben hier mehr als zehn Kinder in unseren Gärten. Der ganze Müll stört uns sehr“, erklärt Cornelia Michalik, Vorsitzende der Kleingartenanlage. Momentan überlegt sie, bei der Stadt einen Antrag auf Mülleimer zu stellen. Der Weg zwischen den rund 27 Parzellen wird auch von vielen Anwohnern der umliegenden Häuser als Abkürzung genutzt. Dass manche dann die Anlage als Müllhalde für alte Autoreifen oder sogar ganze Betten inklusive Matratze benutzen, dafür haben die Kleingärtner kein Verständnis.

Sogar ein Apple-Notebook wurde achtlos weggeworfen

Im Gründerzeitviertel am Hauptbahnhof sind dagegen reichlich Mülltonnen vorhanden. „Trotzdem schaffen es viele nicht, ihren Müll vernünftig zu entsorgen“, sagt Martin Heinen von der Initiative Gründerzeitviertel. Mit etwa 15 Helfern hat er rund um die Sittardstraße die Rasenflächen abgesucht und viel Abfall gefunden. Der skurrilste Fund im Gründerzeitviertel: ein alter Laptop der Marke Apple.

Skurriles haben auch Claus Schmid und die anderen Freiwilligen des Gladbacher Hockey- und Tennis-Clubs (GHTC) gefunden. „Kaputte Fahrräder, Teichfolie – das schmeißen die alles über die Mauer“, erzählt Schmid, der sich beim GHTC um die Platzanlage kümmert. Zum Frühjahrsputz hat er einen 50 Jahre alten Trecker mitgebracht, um die ganz großen Gegenstände wegschaffen zu können. Da die GHTC-Anlage an einem Feldweg liegt, ist es für Fremde ein Leichtes, ihren Müll einfach über die Mauer, die das Gelände umgibt, zu werfen und wegzufahren. Den Platzwart besorgt vor allem, dass das Müllaufkommen von Jahr zu Jahr mehr wird.

Lediglich um den Hundeplatz an der Böningstraße in Rheydt scheint der Müll in den letzten Jahren weniger geworden zu sein. Seit ungefähr zehn Jahren hilft Familie Schilling dort nun schon, das Erscheinungsbild der Grünflächen beim Frühjahrsputz zu verbessern. „Manchmal rufe ich die GEM auch zwischendurch an, wenn wieder Müll einfach so hier abgelegt wurde“, erzählt Bärbel Schilling. Gemeinsam mit Ehemann Horst packt sie gerne an, um Mönchengladbach sauber zu halten. „Wir unterstützen die Aktion total“, sagen sie. Sie freuen sich, dass es so viele Freiwillige gibt, die in der ganzen Stadt an diesem Samstag mithelfen, die Parks, Straßen und Grünflächen vom Müll zu befreien.

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