In der Kaiser-Friedrich-Halle konnten Familien beim Modemarkt für kleines Geld neue Kleider kaufen.

Natascha Wolff (l.) zeigt Britta und Stephan Schmid ein Shirt für den kleinen Leon.
Natascha Wolff (l.) zeigt Britta und Stephan Schmid ein Shirt für den kleinen Leon.

Natascha Wolff (l.) zeigt Britta und Stephan Schmid ein Shirt für den kleinen Leon.

Jörg Knappe

Natascha Wolff (l.) zeigt Britta und Stephan Schmid ein Shirt für den kleinen Leon.

Mönchengladbach. Drei Meter breit ist der Platz von Natascha Wolff (38) auf dem Secondhand-Modemarkt in der Kaiser-Friedrich-Halle. Vor ihr liegen Berge von Kinderkleidung, aus der ihre Söhne Vincent (14) und Thorsten (4) herausgewachsen sind.

Der Modemarkt ist auf „Ladys- und Kidsfashion“ spezialisiert. An den Gaderobenstangen, die sie selber mitgebracht hat, hängen Sachen, die sie aus ihrem eigenen Kleiderschrank aussortiert hat, sowohl Jeans als auch Jacken und Oberteile.

Die 38-Jährige ist zum ersten Mal beim Secondhand-Markt. Sie hat ein Plakat gesehen und sich telefonisch angemeldet. Der Verkauf läuft ganz gut, nach einer halben Stunde hat sie schon 20 Euro Umsatz gemacht – dabei verkauft sie viele Sachen für nur zwei bis zehn Euro. „Die besten Sachen sind natürlich schnell weg“, meint sie. S

Britta Schmid hat zugeschlagen. Für ihren einjährigen Sohn Leon hat sie bei Wolff ein T-Shirt, eine kurze Hose, zwei Kurzarmbodies und einen Langarmbody gekauft – zum Gesamtpreis von nur fünf Euro. „Leon wächst so schnell. Ich sehe nicht ein, so viel Geld für immer neue Kleidung auszugeben“, so die Mutter. Daher kauft sie auch sonst Secondhand-Kleidung, wie im Olli’s-Kids Secondhand-Laden auf der Lüpertzender Straße.

„Leon wächst so schnell. Ich sehe nicht ein, so viel Geld für immer neue Kleidung auszugeben.“
Britta Schmid (27)

Da sie mit ihrem Mann Stephan und dem kleinen Leon zusammen da ist, bezahlen alle drei für eine Familien-Eintrittskarte fünf Euro. Brittas Mutter, Elvira Wolff, musste eine Einzelkarte für drei Euro dazukaufen. Viele der 130 Verkäuferinnen bieten neben der Kleidung auch Schmuck oder Spielsachen an.

Interessierte können sich bis mittwochs vor der Veranstaltung per E-Mail, per Fax oder telefonisch beim Secondhand-Modemarkt anmelden. Die Tische werden gestellt. Eine zwei Meter große Stellfläche kostet 37 Euro, drei Meter kosten 42 Euro. Nächster Termin: 7. April, KFH.

Die 13-jährige Luisa Breuer ist mit ihrer Mutter Claudia Breuer die einzige, die einen ganzen Tisch voller alter Bücher, Spiele und CDs anbietet. Aber der Verkauf läuft nicht so gut. „Kleidung verkauft sich besser“, so Claudia Breuer. Für einige Händlerinnen ist der Umsatz gar nicht das Wichtigste: „Wir sind erst mal froh, wenn wir die Standmiete rauskriegen – aber es macht ja auch Spaß“, erzählt Silke Rannoch, die zusammen mit Tochter Marie, 8 Jahre alt, und deren Cousine einen Stand hat.

Die Höfges Verwaltungsgesellschaft hat den Secondhand-Modemarkt zum dritten Mal in der Kaiser-Friedrich-Halle organisiert. Die Idee dazu entstand im letzten Jahr, weil es auf Trödelmärkten in den letzten Jahren weniger Händlerinnen gab. Deshalb dieses Angebot speziell von Frauen für Frauen. Inzwischen gibt es mehrere Veranstaltungen im Monat statt in Wuppertal, Krefeld und Mönchengladbach.

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