Straßenreinigung ist beeinträchtigt. Brandursache ist ein defekter Heizlüfter.

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Millionenschaden bei der GEM (Am Nordpark 400): Die Halle ist einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.

Millionenschaden bei der GEM (Am Nordpark 400): Die Halle ist einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.

Horst Siemes

Millionenschaden bei der GEM (Am Nordpark 400): Die Halle ist einsturzgefährdet und muss abgerissen werden.

Mönchengladbach. Der Großbrand beim halbstädtischen Entsorger GEM beeinträchtigt den Kunden-Service wie Müll- und Altpapier-Abfuhr kaum. "Nur bei der Straßenreinigung kommt es zu Engpässen, die wir in zwei, drei Tagen behoben haben", sagt Firmensprecherin Jutta Schmitz zur WZ.

Bei dem Feuer am späten Dienstagabend entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ursache haben Experten der Polizei schnell herausgefunden. Ein Polizeisprecher sagt: "Die Brandsachverständigen haben festgestellt, dass das Feuer von einem defekten Heizlüfter ausging."

Nicht nur Betriebsleiter Wilfried Theissen hat kaum geschlafen. "Das sitzt mir noch stark in den Knochen", sagt auch Thomas Siemes, 35 Jahre alter GEM-Mitarbeiter. Er hatte Dienst, als das Feuer gegen 21 Uhr ausbrach. "Ein Lkw-Fahrer, der seinen Laster betankte, hat mir den Fackelschein, der aus der Halle kam, gezeigt. Da habe ich gehandelt", sagt der 35-Jährige.

Er alarmierte Feuerwehr und Polizei. Die Blaumänner rückten mit mehr als 100 Personen an. Siemes sorgte auch dafür, dass einige große Müllfahrzeuge gerettet und in Sicherheit gefahren wurden. Die Transporter wurden nur leicht beschädigt.

Krefelder spendieren Ersatz-Schadstoffmobil

Einige Wehrleute löschen auch am Mittwoch Mittag. Hier und da flammt ein Brandnest auf. Aus einem Unimog-Allzweckfahrzeug züngeln neue Flammen. Sie werden mit einer Schaumfontäne erstickt.

Gut 30 Meter der 120 Meter langen Fahrzeughalle sind nur noch Schrott. Dieser aus Modulen bestehende Gebäudeteil ist einsturzgefährdet. Tragende Betonteile sind infolge der hohen Temperaturen rissig und damit brüchig geworden.

Mindestens 15 GEM-Autos wurden von den Flammen vernichtet, vor allem kleinere Kehrmaschinen. Auch das einzige Schadstoffmobil ist nicht mehr zu gebrauchen. Der Krefelder Entsorger GSAK half den Gladbachern mit einem Ersatzfahrzeug aus. Das Mobil ist bereits im Einsatz.

Auch der Winterdienst, wird er denn benötigt, ist nicht beeinträchtigt, sagt GEM-Sprecherin Schmitz.

Die GEM besitzt mehr als 90 Fahrzeuge, darunter insbesondere große Laster für die Müll-, Bio- und Papier-Abfuhr. Die rund 270 Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten. Als das Feuer ausbrach, hielten sich 15 GEM-Leute auf dem weitläufigen Betriebsgelände auf.

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