Die Rechtspopulisten wollen am 8. Januar durch die Stadt ziehen.

In der Gladbacher Innenstadt wird es am Freitag, 8. Januar, wohl erneut ein großes Polizeiaufgebot geben. Denn die Pegida-nahe Bewegung „Mönchengladbach steht auf“ hat auf Facebook ihre dritte Kundgebung auf dem Kapuzinerplatz mit „Abendspaziergang“ und „Merkel muss weg“-Rufen angekündigt. Rund 100 Teilnehmer waren zu den ersten beiden Veranstaltungen gekommen. Beides Mal gab es Gegendemonstrationen, die dreimal so groß waren. Die Organisatoren von „MG steht auf“ betonen zwar immer wieder, dass sie keine Rassisten seien, kämpfen aber dafür, dass die Grenzen für Flüchtlinge dicht gemacht werden.

Bei der letzten Kundgebung war unter anderem Michael Diendorf aufgetreten, der jeden Montag mit Pegida in Duisburg demonstriert und der als Mitorganisator der überregionalen Pegida-Kundgebung in Aachen Mitte Dezember gilt. In Mönchengladbach kritisierte er die „Masseninvasion“ von afrikanischen und arabischen Flüchtlingen, die fünfmal schwieriger zu integrieren seien als angepasste Menschen aus der Türkei.

Die Gegendemonstranten kritisierten das Schüren der Ängste mit falschen Behauptungen. Als einige von ihnen den Abendspaziergang der Rechtspopulisten durch eine Sitzblockade stoppen wollten, wurden sie von Polizisten weggetragen.

Bündnis hat bereits eine Gegenveranstaltung angemeldet

Auf ihrer Facebook-Seite zur Veranstaltung am 8. Januar postet die Bewegung „Mönchengladbach steht auf“ Sätze wie „Macht endlich unsere Grenzen dicht!“ und „Mönchengladbach. Unsere Heimat! Unsere Straßen! Unsere Regeln“.

Ferdinand Horen vom Mönchengladbacher Bündnis „Aufstehen. Für Menschenwürde. Gegen Rechtsextremismus“ hat bei der Polizei bereits für den gleichen Tag einen Gedenkspaziergang angemeldet. Der Weg soll von der Christuskirche über den Kapuzinerplatz und den Alten Markt bis zur Citykirche führen. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

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