Pegida-Sympathisanten wollen am Kapuzinerplatz demonstrieren. Es gibt eine Gegen-Aktion.

Pegida-Sympathisanten wollen am Kapuzinerplatz demonstrieren. Es gibt eine Gegen-Aktion.
Vorbild für den Aufmarsch in Gladbach sind offenbar die Pegida-Demonstrationen in Dresden und anderen Städten.

Vorbild für den Aufmarsch in Gladbach sind offenbar die Pegida-Demonstrationen in Dresden und anderen Städten.

dpa

Vorbild für den Aufmarsch in Gladbach sind offenbar die Pegida-Demonstrationen in Dresden und anderen Städten.

Am Freitag wird es erneut zwei Demonstrationen in der Mönchengladbacher Innenstadt geben. Ab 19 Uhr will sich eine Gruppe, die sich im Netz „Mönchengladbach steht auf“ nennt, auf dem Kapuzinerplatz treffen. Angemeldet wurde die Aktion von einer Privatperson, die, wenn man sich den Facebook-Auftritt anguckt, ganz offenbar mit der Pegida-Bewegung sympathisiert. Demonstriert wird gegen „Merkels fehlgeleitete Innen- und Außenpolitik“. Und bei dem Aufruf zu der Aktion fehlt auch ein Satz nicht, der bei den Montagsdemos in Dresden skandiert wird: „Merkel muss weg!“

Das Bündnis „Mönchengladbach stellt sich quer“ hat in Windeseile eine Gegendemonstration angemeldet. Es will verhindern, dass sich in der Stadt ein Pegida-Ableger bildet. „Mönchengladbach stellt sich quer“ kündigt an, sich ab 18.30 Uhr am Kapuzinerplatz treffen.

„Mögida“-Seite hat bei Facebook nur wenige Anhänger

Zumindest auf Facebook gibt es eine Pegida-Mönchengladbach- und eine Pegida-Mönchengladbach-Rheydt-Seite ebenso wie eine „Mögida“-Seite. Alle finden offensichtlich wenig Beachtung. Auf der Pegida-Rheydt-Seite wurde bis gestern nur einmal Gefällt-mir angeklickt. Auf allen Seiten wird vor dem Asylanten-Zustrom gewarnt. Die Worte „Islamisierung“ und „Lügenpresse“ fallen.

Auf der „Mönchengladbach steht auf“-Seite heißt es: „Wir die Mütter und Väter, Söhne und Töchter, Arbeiter, Angestellte, Schüler und Studenten dieser Stadt wollen nicht länger leise sein. Wir wollen unsere Zukunft bestimmen und nicht von der etablierten Politik bestimmt werden. Wir sind der Souverän dieses Landes, denn wir sind das Volk.“ Für Torben Schultz vom Bündnis „Mönchengladbach stellt sich quer“ sind „das keine harmlosen, besorgten Bürger“: „Das sind ganz klar Rechtsextreme.“ Er hofft, dass sich viele Bürger der Gegendemonstration seines Bündnisses anschließen, um zu zeigen, wie weltoffen Gladbach ist. „Hier gibt es viele Menschen, die anderen helfen.“

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