Grüne im Regionalrat wollen sich für Fördermittel stark machen.

Der Rheydter Marktplatz soll umgestaltet werden. Das Problem: Es mangelt an finanziellen Mitteln.  (Archiv
Der Rheydter Marktplatz soll umgestaltet werden. Das Problem: Es mangelt an finanziellen Mitteln. (Archiv

Der Rheydter Marktplatz soll umgestaltet werden. Das Problem: Es mangelt an finanziellen Mitteln. (Archiv

Horst Siemes

Der Rheydter Marktplatz soll umgestaltet werden. Das Problem: Es mangelt an finanziellen Mitteln. (Archiv

Mönchengladbach. Für die Grünen sei es "ein wichtiges Stück Lobbyarbeit", so ihr Fraktionsvorsitzender Karl Sasserath. Er meinte damit die Einladung an die Vertreter der grünen Regionalratsfraktion aus Düsseldorf, im Rahmen ihrer Klausurtagung einen Rundgang durch Rheydt zu machen.

Die Besucher ließen sich dabei von Jürgen Beckmann, Leiter des städtischen Fachbereichs Stadtentwicklung und Planung, die Pläne zur Umgestaltung des Rheydter Marktplatzes erläutern. Mit der Ortsbesichtigung sollte für das Projekt geworben werden.

Nachdem der Regierungspräsident im Rahmen einer Haushaltsverfügung Gladbach die Zahlung des Eigenanteils an dem Innenstadtkonzept untersagt hat, liegt das Projekt vorerst auf Eis. Zudem wurde der Stadt zur Realisierung der Pläne statt des Programms "Städteumbau West" der Fördertopf "Soziale Stadt" zugewiesen. Bei der Vergabe dieser Gelder kann der Regionalrat mitentscheiden.

"Vier Jahre Planung dürfen nicht für die Katz’ sein", sagte Karl Sasserath. Die Grünen seien die erste Fraktion, die "diesen Schock überwindet" und sich auf Landesebene um Vernetzung und Unterstützung bemühe. Die Regionalratsfraktion sei ein wichtiger Vermittler zur Landespolitik, so der Bezirksvorsteher Süd.

Mehr Hilfe aus Düsseldorf für strukturschwache Kommunen

Mit Manfred Krause, Vorsitzender der Grünen-Fraktion im Regionalrat, fand er einen Fürsprecher seiner Sache: "Mönchengladbach ist kein Einzelfall. Viele Kommunen können ihren Eigenanteil nicht mehr aufbringen." Es gehe nicht an, dass nur noch Städte wie Düsseldorf oder Münster Fördergelder für Strukturentwicklung erhielten. Gerade für strukturschwache Kommunen müssten bessere Bedingungen geschaffen werden. Im Regionalrat bestünde "große Übereinstimmung", sich für die 100-prozentige Zahlung von Fördermitteln an überschuldete Städte einzusetzen.

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