Als einer der größten Arbeitgeber der Stadt will man mehr Nachwuchs für die Branche begeistern.

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Bei jungen Leuten gilt das Handwerk laut Umfragen als „verstaubt“. Eine Kampagne soll das ändern.

Bei jungen Leuten gilt das Handwerk laut Umfragen als „verstaubt“. Eine Kampagne soll das ändern.

Bei jungen Leuten gilt das Handwerk laut Umfragen als „verstaubt“. Eine Kampagne soll das ändern.

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Bei jungen Leuten gilt das Handwerk laut Umfragen als „verstaubt“. Eine Kampagne soll das ändern.

Mönchengladbach. Der Startschuss fällt am Samstag, zeitgleich auf allen privaten Fernsehkanälen. Genau um 20.14 Uhr läuft auf allen Programmen derselbe Werbespot.

Die Zuschauer sehen eine Welt, in der Autos auseinander fallen, Menschen mit ungepflegten Haaren herumlaufen und es ohne Strom ziemlich düster bleibt. Sie sehen eine Welt, die, so zeigt der Spot zum Schluss, der unserer Vorfahren in der Steinzeit gleicht. Das Ganze ist Teil einer bundesweiten Kampagne der Handwerkskammern.

"Der Film zeigt auf sehr humorvolle Weise, wie unser Leben ohne Handwerk aussehen würde", sagt Stefan Bresser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gladbach.

Diese macht bei der bundesweiten Kampagne mit, mit der das Handwerk in Deutschland in den nächsten fünf Jahren sein Image verbessern will. Denn besonders bei jungen Leuten gelten Handwerksjobs als verstaubt und unmodern, hat eine Forsa-Umfrage herausgefunden.

"Das Handwerk hat eine enorme wirtschaftliche Bedeutung"

Einige Berufe wie Bäcker oder Fleischer würden gerade von der nachwachsenden Generation nicht mehr als handwerkliche Berufe wahrgenommen: "Dabei ist die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks auch in unserer Stadt enorm", sagt Bresser.

3227 Handwerksbetriebe in Mönchengladbach erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. 18000 Arbeitnehmer sind in dieser Branche beschäftigt. 1300 Azubis, davon 25 Prozent Frauen, lernen hier einen Beruf.

50 Millionen Euro kostet die von einer Berliner Agentur erdachte Image-Kampagne, durch die mehr Nachwuchs für den Beruf des Dachdeckers, Schuhmachers oder Optikers begeistert werden soll. Es sei eine notwendige Zukunftsinvestition. "Der Fachkräftemangel wird kommen", sagt Bresser.

Neben dem Werbespot für Fernsehen und Kino sollen Plakate, Anzeigen, Info-Material und Aufkleber die Öffentlichkeit in den nächsten Monaten auf das Handwerk und seine Bedeutung aufmerksam machen.

Über das Internet sollen besonders junge Leute angesprochen werden. Alle Handwerksbetriebe in Mönchengladbach erhalten ein entsprechendes Starterpaket.

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