Günter Krings, der neue, junge Parteichef der gerade in der jüngsten Vergangenheit arg gebeutelten CDU, mag keine Politik, deren Mehrheiten in Hinterzimmern zurecht geschustert wurden. Diese Hinterzimmer-Politik der kleinen Zirkel ist von nicht wenigen in der CDU über Jahre in einer Form kultiviert worden, die Wählerstimmen gekostet hat. So gesehen steht Krings nicht nur äußerlich für Neubeginn.

In der Fraktion wurde der Wechsel mit dem ebenfalls noch jungen Sprecher Hans-Peter Schlegelmilch längst vollzogen. Er war überfällig.

Leicht macht es sich "der Mann in Berlin" (Krings) allerdings nicht. Auf der einen Seite voll und ganz in der Hauptstadt gefordert, soll der 40-jährige Volljurist in Gladbach die Partei auf Vordermann bringen. Das bringt viele Flüge und die ersten parteiinternen Bedenken mit sich. Ihr Tenor: "Wie willst du das alles schaffen, lieber Günter?"

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