Die Nachbarstadt Korschenbroich zeigte sich am Wochenende in Schützengrün.

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Vor den Königen der St.Sebastianus- und der St.Katharina-Junggesellenschützen wurde paradiert.

Vor den Königen der St.Sebastianus- und der St.Katharina-Junggesellenschützen wurde paradiert.

Reichartz

Vor den Königen der St.Sebastianus- und der St.Katharina-Junggesellenschützen wurde paradiert.

Korschenbroich. Grün, grün, grün, steht den Schützenjungen schön. Davon konnten sich die 30.000 Besucher beim Schützenfest "Unges Pengste" am Wochenende in Korschenbroich überzeugen. Die Herren, die nicht nur grüne Röcke trugen, sondern auch im schwarzen Gehrock mit Zylinder eine ausgezeichnete Figur machten, hatten die Stadt fest im Griff.

Dazu nahm die große Kirmes weite Teile der Innenstadt in Anspruch - und vor der St. Andreas-Kirche waren weite Teile für die Paraden abgesperrt.

Eine Stunde lang paradieren die Schützen an den Majestäten vorbei

Im Schatten des Kirchturms die Besucher-Tribüne, gegenüber die, auf denen die Majestäten mit ihrem Hofstaat die Paraden abnehmen konnten: Bodo von Tongeln als König der St. Sebastianus-Schützen und Bernd Scheufeld als König der St. Katharina-Junggesellenschützen, mit ihren Ministern und weiteren Ehrengästen.

Immerhin eine Stunde dauerte es, bis die 39 Schützenzüge im Stechschritt an ihnen vorüber zogen, die Holzgewehre geschultert, die Säbel der Seitenoffiziere zum Gruß gesenkt, angeführt entweder von Männern, die riesige Rinderhörner schulterten, die mit prächtigen Blumengestecken gefüllt waren, oder von Fahnenschwenkern, die unermüdlich das Wappen von Korschenbroich durch die Luft wirbeln ließen.

Den Takt gaben zahlreiche Musikkapellen aus der weiteren und näheren Umgebung (von Bracht bis Krefeld Uerdingen) an, die ebenfalls für militärischen Schmiss sorgten. Fast 1000 Männer bringt "Unges Pengste" in Uniform auf die Straße.

"Es ist hier im Ort völlig selbstverständlich, dass man schon als Jugendlicher in die St.Katharina-Bruderschaft eintritt", sagt Tom Wyen, der als stellvertretender Vorsitzender der Junggesellenschützen auf der Tribüne steht. Die Ehre hat er, weil sein Präsident Andreas van de Kraan als Minister des Jungschützenkönigs fungiert.

"Da vertrete ich ihn", sagt der 26-Jährige. "Ich wohne gar nicht in Korschenbroich, aber zum Schützenfest muss ich hier sein." Dann reist er aus Ingolstadt an. "Und mit dem Zusammenhalt in der Bruderschaft geht mir die Heimat nie verloren, ich bin sofort wieder mittendrin und dabei", sagt der BWL-Student.

Sein größter Gänsehaut-Moment: "Der große Zapfenstreich", wenn die Schützen dicht an dicht vor der Kirche stehen. Auf Kommando von Oberst Heinz Obels hat am Sonntag die Kapelle aus Kleinenbroich die Ehre, die Musik für die Serenade zu liefern. In diesem Jahr beginnt sie mit dem Kurfürsten-Reitermarsch.

Zum Schluss singen alle gemeinsam die Nationalhymne, bevor Punkt 18 Uhr St. Andreas mit vielfältigem Glockenklang vom Turm herab den Abmarsch Richtung Festzelt einläutet.

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