Axel Wolf begeisterte die Zuhörer beim dritten Schlosskonzert. Die Zuhörer im vollbesetzten Saal genossen, träumten, schwelgten in himmlischer Lautenlust. Mit enthusiastischem Applaus und Bravorufen wurden zwei Zugaben gefordert.

Axel Wolf und seine Laute erhielten begeisterten Applaus.
Axel Wolf und seine Laute erhielten begeisterten Applaus.

Axel Wolf und seine Laute erhielten begeisterten Applaus.

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Axel Wolf und seine Laute erhielten begeisterten Applaus.

Mönchengladbach. Die Lautenmusik Johann Sebastian Bachs ist immer wieder Gegenstand musikwissenschaftlicher Erörterungen. Kann sie, wie notiert, auf der Laute gespielt werden oder ist sie für ein Lautenklavier gedacht, wie es sich in Bachs Nachlass fand? Diesen Fragen ging das dritte Schlosskonzert im Schloss Rheydt nach, in dem der international renommierte Lautenist Axel Wolf Zuhörer von nah und fern mit „himmlischer Lautenlust“ betörte.

Der Titel des Konzerts war Programm für einen Abend, der „himmlisch-schöne und zupackend-tänzerische Musik“ zusammenbrachte. Wolf begann mit der Partita c-Moll BWV 997, die in einer viersätzigen Version mit einer wunderbaren, umfangreichen Fuge faszinierte.

Das folgende Prelude BWV 998 ist laut Autograph für Laute oder Cembalo geschrieben, während Bach im Titel der Suite g-Moll BWV 995, dem Hauptwerk in der zweiten Konzerthälfte ausdrücklich nur die Laute verlangt.

Perlende Töne abseits aller Effekthascherei

Axel Wolfs Spiel, das fernab jeglicher Effekthascherei und mit perlenden Tönen Freude, Nachdenklichkeit, Wehmut und Lust zauberte, rückte solche musikhistorischen Details in den Hintergrund. Schon die ersten Töne machen deutlich, dass sich hier Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit mit technischer Brillanz und unbändiger Spielfreude in idealer Weise vermischten.

Die Zuhörer im vollbesetzten Saal genossen, träumten, schwelgten in himmlischer Lautenlust. Mit enthusiastischem Applaus und Bravorufen wurden zwei Zugaben gefordert.

Sichtlich erfreut über die Reaktionen seiner Zuhörer spielte Axel Wolf noch eine heitere, charmante Chiaccona von Alessandro Piccinini, für viele der temperamentvolle Höhepunkt des Konzerts, und die populäre Händel-Arie „Lascia la spina“, bei der mancher heimlich die Melodie mitsummte. Die besondere Atmosphäre, die dieses Konzert umgab, klang lange nach.

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