Die Orchester der beiden Gymnasien spielten Verdi und Jenkins.

Kultur
Die Musiker des Clara-Schumann- und des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums traten auf.

Die Musiker des Clara-Schumann- und des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums traten auf.

Busch

Die Musiker des Clara-Schumann- und des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums traten auf.

Viersen. Konkurrenz unter Schulen gehört fast schon zum guten Ton. Doch die Sinfonieorchester des Clara-Schumann- und des Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasiums traten vorbildlich vereint als starker Klangkörper in der Viersener Festhalle auf. Unterstützung bot in großer Aufstellung der Chor des Clara-Schumann-Gymnasiums. Die Idee zur musikalischen Kooperation stammte von Musiklehrer Pierre Leibfried, der es offensichtlich verstanden hatte, Kollegen und den musikalischen Nachwuchs für sein Anliegen zu begeistern.

Musikpädagogen hatten das Projekt unterstützt

Dr. Paul Schrömbges freute sich zur Premiere über einen „sehr guten Konzertbesuch“ und dankte den Akteuren, die „so treu und ausdauernd geübt“ hätten. Diese hatten – unterstützt von den Musikpädagogen Stefanie Kunschke, Philip Farmand, Marcel Otto und Leibfried – im Vorfeld tatsächlich gute Arbeit geleistet, um sich abwechslungsreich in unterschiedlichen Sparten vorzustellen. Auf dem Programm standen Werke wie Karl Jenkins’ „Palladio“, Moussorgskis „Promenade“ und „The Two Tower“ aus Shores „The Lord of the Rings“. Die Programmtitel wurden inklusive Zusatzinformationen auf der Rückwand der Bühne großformatig angekündigt.

Trotz der selbst gestellten Herausforderungen blieb Zeit für ein Augenzwinkern: Das Konzert schien klassisch zu beginnen, doch Ideengeber Leibfried brach sein Dirigat ab, um nach fanfarenartigem Einstieg um einen „Motivationsapplaus“ als verdienten Ansporn zu bitten. Der wurde gerne gewährt, wie denn auch der herzliche Beifall für die gelungene Interpretation von Giuseppe Verdis „Triumphmarsch“. Leibfrieds Kollege Marcel Otto übernahm den Taktstock, um zu Tatgenhorsts „Poem of Orchestra“ einen der vielen musikalischen Umschwünge zu unternehmen.

Fünf Trompeten und vier Posaunen spielen im Orchester

Jenkins hatte sein Concerto Grosso eigentlich für Streicher geschrieben, doch angesichts von vier Posaunen und fünf Trompeten im Orchester konnte Otto nicht anders, als das Werk passgenau für die Besetzung zu arrangieren. Der kammermusikalisch angelegte zweite Satz traf kontrastreich auf die üppige Gestaltung der einrahmenden Sätze. Ottos ernste Hingabe beim Dirigat fand ein amüsantes Gegenstück in seiner genüsslich zelebrierten Vorliebe für Witze über Musiker.

Mit sachten Pizzicati eröffneten die Streicher unter Stefanie Kunschkes Dirigat den begleitenden Part zum Chorgesang mit Liedern des Films „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Der Chor überzeugte mit viel Gefühl und demonstrierte in der Wahl der Genres ebenfalls seine Wandlungsfreude. Mitreißend gelang der Ausflug zu Pop und Filmmusik. Philip Farmand führtedie Jungmusiker durch das wunderschöne Finale mit Songs aus dem Musical „Les Misérables“. Natürlich gab es tollen Beifall und im Gegenzug die Zugabe.

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