Es wird noch mehrere Verhandlungsrundengeben.

Es scheint so, als sei der Knoten so gut wie geplatzt. Im Gespräch hatte Planungsdezernent Gregor Bonin Anfang der Woche verkündet, er sei optimistisch, dass in diesem Jahr die städtischen Flächen an der oberen Hindenburgstraße arrondiert werden können. Damit wäre der Weg frei für den Durchstich zum Museum Abteiberg. Ein Plan, den bereits der Architekt des Museums, Hans Hollein, und der damalige Museumsdirektor Johannes Cladders während der Bauzeit in den frühen 80er Jahren hegten. Gregor Bonin ist sicher, dass die wichtige städtebauliche Maßnahme in fünf Jahren sichtbar sein wird. Das Hotel Oberstadt ist im Besitz der Stadt, ebenso das zweigeschossige Haus zwei Grundstücke höher. „Für eine optimale Gestaltung brauchen wir mehr Fläche, als das Grundstück des Hotels Oberstadt zu bieten hat. Wir sind in Gesprächen“, sagte Bonin.

Das bestätigt Albrecht Graefer, dessen Grundstück mit dem Gebäude neben dem Hotel Oberstadt für die Planungen enorm wichtig ist. „Ich habe ein Gespräch mit Ulrich Schückhaus von der Entwicklungsgesellschaft gehabt – weitere werden folgen.“ Ulrich Schückhaus sieht die Entwicklung positiv. „Wir sind tatsächlich in Verhandlungen, es wird sicherlich noch mehrere Runden geben – aber es sieht gut aus.“

Die Architektur des Museums ist weltweit bekannt

Johannes Cladders und Hans Hollein hatten sich die Sache damals sicher einfacher vorgestellt. Sie wollten das postmoderne Museums-Gebäude in die Stadt integrieren. Tatsächlich machte das Museum Abteiberg mit seiner herausragenden Architektur weltweit auf sich aufmerksam.

In der Stadt allerdings wird es wegen seiner Hinterhoflage kaum gesehen. Einen guten Blick hat man allenfalls vom Geropark aus. Der wird sich in Zukunft ebenfalls verändern. Unter der Wasserfläche des Geroweihers soll eine Tiefgarage entstehen, die parkenden Autos verschwinden dann von der Oberfläche, der See wird vergrößert, und der Blick auf den Abteiberg wird ein ganz neuer sein. Nicht nur das Museum Abteiberg, auch die schon fast totgesagte Oberstadt werden von den positiven Effekten des Durchstichs mit neuer Architektur und Gastronomie enorm profitieren. Johannes Cladders hatte das Museum Abteiberg als Auslöser für Entwicklungen bezeichnet. Nun scheint es, als solle er recht behalten.

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